Humanitäre Schule: Politik-Kurs sammelt 176 Handys PDF Drucken
Bei der Sammlung von Althandys wurde der eA-Kurs Politik-Wirtschaft/Q1 von vielen Mitschülern  unterstützt, sodass  176 Handys am 18.März 2010 Herrn Dr. Wolfgang Wille von der Bürgerstiftung übergeben werden konnten. Dafür  dankte er den Josephinern herzlich. Denn es kamen weit mehr als 530,-€ für künftige Jugendprojekte in der Stadt zusammen, da viele Handys in einem sehr guten Zustand sind. Das Projekt erfolgte im Rahmen der Kampagne „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes. Eine Auszeichnung des Josephinums erfolgt im Juni auf einer Zertifizierungsfeier in Hannover. Schirmherr der Kampagne ist DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.
handy-aktion









Das hat sich gelohnt: 176 Handys sammelte der eA-Kurs von Politik-Lehrerin Monika Reiner. Dr. Wolfgang Wille von der Bürgerstiftung dankte dem Schülern bei der Übergabe.

Neben  der Durchführung eines sozialen Projekts gehört zur Kampagne auch das Planspiel h.e.l.p., das der eA-Kurs  Politik-Wirtschaft von Frau Reiner am letzten Schultag vor den Osterferien simulierte. Unter der Regie von  Marie Bornickel und Marc Schlusche, die auf einem Wochenendseminar in Einbeck vom JRK ausgebildet wurden, mussten ihre Mitschüler einen fiktiven kriegerischen Konflikt lösen und erhielten einen Einblick in die Idee des humanitären Völkerrechts.

Planspiel und Handysammlung ergaben sich folgerichtig aus dem Unterricht:  Das Theorem der „neuen Kriege“ betont die Konflikte um die Ausbeutung von Ressourcen, die die „offene Kriegsökonomie“ in Gang halten. So müssen im Kongo Menschen, auch Kinder und Jugendliche, in Minen unter menschenunwürdigen Bedingungen Coltan abbauen. Von dem Export dieses wertvollen Rohstoffes, der für den Bau von Handys benötigt wird, profitieren aber nicht sie, sondern die Warlords. Deshalb erschien es naheliegend alte Handys zu sammeln, um das Coltan etc. recyceln zu lassen, damit weniger Rohstoffe aus Krisengebieten importiert werden müssen.

Durch die Rücknahmeaktion wird außerdem garantiert, dass funktionsfähige Mobiltelefone verwertet und defekte Handys umweltgerecht entsorgt werden, sodass die ebenfalls in ihnen enthaltenen giftigen Substanzen wie Arsen, Blei und Quecksilber nicht in die Atmosphäre und das Grundwasser gelangen.