Bericht des Schulelternrates 2006/07 PDF Drucken

Bericht über die Arbeit des Schulelternrates am Bischöflichen Gymnasium Josephinum im Schuljahr 2006/07

Erneut geht ein sehr lebendiges, arbeits- und erfolgreiches Schuljahr für uns und das Josephinum zu Ende.

Das Miteinander von Schule und Elternschaft war, wie schon im Jahr zuvor, geprägt von einer guten Kommunikationskultur und viel Engagement von allen Seiten.

Wir blicken zurück auf ein Jahr Erfahrung mit der neuen Zeitstruktur, die auf Grund der Schulzeitverkürzung auf 12 Schuljahre notwendig geworden war und den damit verbundenen längeren Schultagen. Schon bei der Entwicklung dieser neuen Zeitstruktur, an der wir Eltern maßgeblich beteiligt waren, wurde klar, dass bei den jetzigen Bus- und Bahnfahrplänen nur ein vorläufiger Kompromiss erzielt werden konnte. Da andere Gymnasien gleichfalls von den unbefriedigenden Schülertransportzeiten am Nachmittag betroffen sind, haben wir versucht, bei Beratungen mit den beiden anderen kirchlichen Gymnasien und über den Stadt- und Kreiselternrat bei den Verkehrsbetrieben ein Problembewusstsein für diese neue Situation an Schulen zu wecken. Leider hat sich bis heute an den äußeren Rahmenbedingungen noch nichts verändert. Im nächsten Schuljahr hoffen wir jedoch auf neue Möglichkeiten zur Optimierung der Stundenplanzeiten.

Erfreuliches können wir zu einem Jahr Mensabetrieb im schönen Remter berichten. Unter der federführenden Regie zweier Mütter aus dem Schulelternrat mit viel Herz und Verstand ist unsere Mensa zu einer Institution geworden, die man sich gar nicht mehr wegdenken kann. Unsere Schüler und Lehrer nehmen das Mittagessen sehr gut und gerne an. Deshalb wird das Mittagsangebot im kommenden Schuljahr auf die ganze Woche (mit Ausnahme von Freitag) ausgedehnt werden. Seit nunmehr 8 Jahren engagieren sich unzählige Mütter im Bistro-Verein „BIJO“ (Bistro Josephinum) für das leibliche Wohl unserer Schüler und mancher Lehrer. Angefangen mit den „Brötchenmüttern“, über den Bau unseres Bistros, der Gründung des Vereins bis zur Entstehung unserer Mensa arbeiten Eltern von mittlerweile Schülergeneration zu Schülergeneration zuverlässig ehrenamtlich in diesem Bereich. Große Unterstützung erhalten wir dabei von unseren zwei eigentlich unbezahlbaren BIJO-Kräften, zwei kompetenten Lehrerinnen und natürlich unserem Schulleiter. Ohne das engagierte Miteinander all derer wäre dieses Projekt nicht so schnell und gut gelungen.

Wie im letzten Jahresbericht angekündigt, wollten wir Eltern uns einsetzen für eine Intensivierung der Arbeit am religiösen Schulprofil. Eine bereits bestehende Arbeitsgruppe zu diesem Aufgabenbereich hat reichlich kompetenten Mitgliederzuwachs aus Eltern- und Lehrerschaft erhalten und sehr erfolgreich getagt. Ein erstes großes Projekt kann am Schuljahresende Premiere feiern: die gesamte Schule wird sich auf einen Pilgerweg zum Hildesheimer Dom unter dem Motto: „Wir bringen unsere Welt vor Gott“ begeben. Wir hoffen, dass dieses Erlebnis die ganze Schulgemeinschaft stärkt und zu einer guten Erfahrung aller wird.

Ebenfalls wurde dem Wunsch der Eltern nach Vorträgen zur Lebens- und Erziehungssituation von Eltern entsprochen. Der Vortag von Wolfgang Bergmann (Kinderpsychologe und Lerntherapeut) zum Thema „Pubertät“ in Kooperation mit der KEB (Kath. Erwachsenenbildung), ist auf eine sehr große und positive Resonanz in der Elternschaft gestoßen. Wir werden unseren Schulleiter bitten, solche Angebote fortzusetzen.

Nicht zuletzt durch unsere großzügige Elternspende ist es möglich geworden, ein weiteres Projekt in Angriff zu nehmen: die Sanierung der Schulhöfe. Viele Eltern engagieren sich z.Zt. in der dafür eingerichteten Arbeitsgruppe. Wir hoffen, dass unsere Kinder schon im nächsten Schuljahr den neuen „Lesehof“ vor dem Bücherhaus in Besitz nehmen können. Die Erneuerung von Tischtennishof und Leunishof werden folgen.

Auch in diesem Schuljahr hat die Mitarbeit von uns Eltern am Schulprogramm wieder sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Im nächsten Schuljahres soll das Programm dann allen Interessierten in digitaler bzw. gedruckter Form zur Verfügung stehen.

Am 1. August 2007 wird im niedersächsischen Schulwesen die „Eigenverantwortliche Schule“ eingeführt. Ein Schulvorstand wird das neue zentrale (Entscheidungs-)Organ der Schule. Da das Josephinum eine Schule in freier Trägerschaft ist, sind wir von dieser neuen Schulverfassung nicht betroffen. Trotzdem haben auch wir uns eingehend darüber informiert, was diese neue Reform für Schulen bedeutet und dies auch zu einem Thema in einer unserer SER-Sitzungen gemacht. Im Moment sehen wir keinen Anlass, auch an unserer Schule Reformen in diese Richtung anzustreben. Aber mit Sicherheit werden wir im nächsten Schuljahr diese neuen Entwicklungen an staatlichen Schulen interessiert weiter verfolgen.

Beschließen werden wir dieses Schuljahr wieder mit unserem gemeinsamen „Sommerabend“, beliebt bei allen u.a. wegen des schon legendären von Eltern gespendeten Buffets.

Im neuen Schuljahr stehen im Schulelternratsvorstand Neuwahlen an. Der jetzige Vorstand bedankt sich für den immer spürbaren Rückhalt und die große Unterstützung in der Schulelternschaft, bei Lehrern und besonders bei der Schulleitung. Das rege Miteinander bedeutete für uns nicht nur Arbeit, sondern war für jeden von uns auch eine persönliche Bereicherung. Sicher werden sich, sofern es für den Einzelnen möglich ist, einige von uns zur Wiederwahl stellen und mit dem frischen Wind der „Neuen“ Bewährtes fortführen und Neues initiieren.

Petra Buchmüller-Rehlich

(Schulelternratsvorsitzende)