Bericht des Schulelternrates 2008/09 PDF Drucken

Bericht des Schulelternrates

Mit Ablauf des letzten Schuljahres schieden die 1. Vorsitzende, Frau Buchmüller-Rehlich und der 2. Vorsitzende, Herr Ferrero aus. Folgender Vorstand wurde für die nächsten zwei Schuljahre bis Sommer 2010 neu gewählt:

Vorsitzender: Martin Heynert

Stellvertreterin: Stefanie Kurbel-Nickl

Beisitzer: Dr. Susanne Pöchmüller, Edda Frank-Niemann, Heike Wetzelaer-Heiß, Holger-Christian Hofmann, Martin Klopprogge, Gabriele Bauerschaper, Nicolett Gerlach

An unsere ausgeschiedenen Kollegen geht ein herzlicher Dank für ihre langjährigen Bemühungen um die Interessen der Schulelternschaft und der Schule.

Für mich ist es damit das zweite Mal, daß ich am Josephinum zur Schule gehe. Von 1967 - 1976 war ich dort schon einmal - als Schüler. Die Schule hat mir damals viel gegeben und mit meinem Dienst im Elternrat möchte ich etwas davon an die Schule zurückgeben.

Primäre Aufgabe einer jeden Elternvertretung ist es, die erzieherischen Interessen der Eltern gegenüber der Schule wahrzunehmen. Eltern möchten wissen, wie die Leistung „ihrer“ Klasse ist und wie ihr Kind im Verhältnis zu den anderen Kindern seiner Klasse dasteht. Diese Aufgabe nehmen wir für die Eltern war, indem wir an allen Konferenzen teilnehmen, wobei die Fachkonferenzen (Schulelternrat), die pädagogischen Klassenkonferenzen und die Zeugniskonferenzen (Klassenelternrat) besonders wichtig sind. Wir sind als Schulelternrat mit Stimmrecht präsent in der Gesamtkonferenz, die den Weg der Schule entscheidend bestimmt und im „Ständigen Ausschuß“, der als Besonderheit des Bischöflichen Schulgesetzes der Gesamtkonferenz zur Vorbereitung vorgeschaltet ist. Zusätzlich trifft sich der Schulelternrats-Vorstand regelmäßig mit der Schulleitung zu informellen Gesprächen.

Unser Kontakt zur Schulleitung ist harmonisch und konstruktiv. Natürlich kann es in Diskussionen schon einmal zur Sache gehen - das kann in so großen und pluralistischen Gremien auch nicht anders sein - aber uns eint der Wunsch, unsere Schule auf ihrem Weg durch die Zeit angesichts vieler neuer Herausforderungen nach christlichen Grundsätzen und zum besten Wohl der uns anvertrauten Schüler weiterzubringen.

An den Elternsprechtagen zum Halbjahreswechsel sind wir präsent für Fragen und Sorgen der Eltern.

Zu diesen Sorgen gehört die Problematik der auf 12 Jahre (8 Jahre Gymnasium) verkürzten Gesamtschulzeit. Nach wie vor gibt es keine Ausdünnung des Lehrstoffes. Nach wie vor müssen unsere Kinder in 12 Jahren das lernen, wofür früher 13 Jahre zur Verfügung standen. Der Schulelternrat hat diesbezüglich einen „Oberstufenbrief“ an Frau Kultusministerin Heister-Neumann geschrieben, worauf es zu einem persönlichen mit einem hohen Ministerialbeamten kam.

Seit Anfang Mai steht unsere Schule ohne priesterlichen Schulseelsorger da; Kaplan Dr. Lüttich ist aus persönlichen Gründen ausgeschieden. Zur Unterstützung des Schulleiters hat sich der Vorstand des Schulelternrates in einem „Bischofsbrief“ an unseren Bischof gewandt und gebeten, die Schließung dieser Lücke mit Priorität im Auge zu behalten. Nach dem bisherigen Modell teilte der Bischof seinen Kaplan mit der Schule. Die Antwort kam zwar postwendend, verspricht aber leider keine rasche Hilfe. Derzeit wird die Schulseelsorge von Schwester Rafaela wahrgenommen. Ihr Einsatz verdient große Anerkennung. Eine Schule wie das Bischöfliche Gymnasium Josephinum braucht aber unbedingt auch einen priesterlichen Schulseelsorger. Übrigens hatten wir Anfang der 70er Jahre den heutigen Weihbischof Koitz als Religionslehrer und Seelsorger an unserer Schule, der damals gerade von einem Missionsauftrag aus Afrika wiedergekommen war.

Ende Mai haben wir an einem Treffen der Schulelternvertreter aller katholischen Schulen im Bistum teilgenommen. Wir haben dort viel Interessantes über die Finanzierung unserer Schule(n), pädagogische Konzepte, Ideen gegen Lehrkräftemangel und vieles mehr gehört. Wertvoll ist für uns der Gedankenaustausch mit Kollegen anderer kirchlicher Schulen.

So treffen wir uns regelmäßig mit den Elternvertretern der anderen kirchlichen Gymnasien am Ort (Andreanum, Marienschule). Mit dem Andreanum haben wir über die dort eingeführte 60-Minuten-Stunde diskutiert, die wir derzeit ablehnen. Da wir von anderen Schulen gehört haben, daß dort Klassenfahrten bis zu 800 € pro Schüler kosten, haben wir mit unserer Schulleitung vereinbart, daß zumindest in der Sekundarstufe I die Kosten in der Regel 200 € nicht übersteigen sollen.

An dieser Stelle möchte ich finanziell schwächer gestellte Eltern ermuntern, die Unterstützungsmöglichkeiten an unserer Schule in Anspruch zu nehmen: Schulbücher müssen nicht gekauft, sondern können ausgeliehen werden, wobei die Gebühren von 60 € ab dem 3. Kind auf 48 € sinken. Beim Schulgeld sind Ermäßigungen möglich. Die gute Ausbildung am Josephinum soll nicht am Geld scheitern. Anfragen mögen direkt an die Schulleitung gerichtet werden und werden dort absolut diskret behandelt.

Am Josephinum ist es gute Tradition, daß sich die Eltern in vielfältiger Weise unterstützend im Schulalltag einbringen.

So betreuen Eltern unsere Schulmensa im Remter und im BiJo. Das ist viel Arbeit und den Eltern, die sich hierfür zur Verfügung stellen, gebührt dafür großer Dank!

Der Schulelternrat ruft alljährlich die Eltern zur Weihnachtsspende auf, die in diesem Jahr für die Anschaffung von Sitzgelegenheiten im Foyer und im Schülerwarteraum erbeten wurde und wieder ein schönes Ergebnis einbrachte. Allen Spendern herzlichen Dank! Das Ergebnis kann bereits in Augeschein genommen werden.

Eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtsferien war das Benefiz-Weihnachtskonzert in der Basilika St. Godehard.

Am Tag der offenen Tür für die Eltern der kommenden 5. Klassen sind wir vom Schulelternrat als Ansprechpartner präsent. Viele Eltern nehmen die Möglichkeit einer niedrigschwelligen Ansprache von Eltern zu Eltern gerne wahr oder möchten aus erster Hand von  anderen Eltern hören, wie zufrieden sie mit dem Josephinum sind. Diese Elterngespräche sind auch eine gute Gelegenheit, Vorurteile gegen das Josephinum auszuräumen; so wird ja oft gesagt, das Josephinum sei streng, kalt und man komme dort schwer an. Einerseits ist das nicht richtig, andererseits kommen dabei die Pluspunkte unserer Schule zu kurz, beispielsweise die Erfolgszahlen. Es hat mir große Freude gemacht, bei der Überreichung der Abiturzeugnisse zu hören, daß drei unserer Schüler die Bestnote 1.0 erzielen konnten. Auch andere Leistungsauszeichnungen belegen, daß unsere Schule Spitze ist!

Viel Zeit haben wir in die Aktualisierung des „Kompaß - Wegweiser von Eltern für Eltern“ investiert. Die neue Auflage wird frisch gedruckt zum Beginn des neuen Schuljahres vorliegen!

Elternratsmitarbeit bringt viel Freude. Deswegen geht meine Bitte an die Eltern der neuen Fünftklässer, sich auch dafür zu engagieren.

Allen, die uns bei unserer Arbeit mit Rat und Tat unterstützt haben, danken wir dafür.

Martin Heynert (Vorsitzender des Schulelternrates)