| Auszeichnung für das Josephinum: Humanitäre Schule |
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Die Schüler hatten während des Unterrichts an dem vom JRK entwickelten politischen Planspiel h.e.l.p. teilgenommen, bei dem sie einen kriegerischen Konflikt in den fiktiven Regionen „Malea und Lufar“ lösen mussten. Sie schlüpften dabei in die Rollen von Politikern, Diplomaten und auch Pressevertretern und lernten ebenso die Grundzüge des Humanitären Völkerrechts kennen. Außerdem mussten die Josephiner ein eigenes soziales Projekt auf die Beine stellen. Die Schülerinnen und Schüler des Politik-Wirtschaft-Kurses von Frau Reiner entschieden sich für die Sammlung von ausgedienten Handys. Planspiel und Handysammlung ergaben sich aus dem Unterrichtsthema „Ressourcenkriege“: So müssen im Kongo Kinder und Jugendliche unter menschenunwürdigen Bedingungen Coltan abbauen. Von dem Export dieses wertvollen Rohstoffes, der für den Bau von Handys benötigt wird, profitieren aber nicht sie, sondern die Warlords. Deshalb erschien es naheliegend alte Handys zu sammeln, um das Coltan etc. recyceln zu lassen, damit weniger Rohstoffe aus Krisengebieten importiert werden müssen. Die gesammelten Handy gingen an die „Bürgerstiftung Hildesheim“ , die von einem Recycling-Unternehmen mindestens 3,-€ pro Handy erhält und die Garantie, dass funktionsfähige Mobiltelefone verwertet und defekte Handys umweltgerecht entsorgt werden, sodass die ebenfalls in ihnen enthaltenen giftigen Substanzen wie Arsen, Blei und Quecksilber nicht in die Atmosphäre und das Grundwasser gelangen. Die Bürgerstiftung Hildesheim wird den Gesamtbetrag der Rücknahmeaktion in Jugendprojekte in unserer Stadt investieren. Bei der Zertifizierungsfeier am 11. Juni in Hannover ermutigte Andreas Biedermann, Geschäftsführer des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, die Schüler weiterhin ehrenamtlich engagiert zu bleiben. Für den späteren beruflichen Werdegang sowie bei Vorstellungsgesprächen sei dies nur von Vorteil. „Aus Sicht der Wirtschaft könnt ihr mit eurer sozialen Kompetenz nur punkten“, unterstrich Biedermann den Trainingseffekt für die Aneignung der sogenannten „Soft Skills“ durch Projekte wie die der „Humanitären Schule“. |

News 

Das Josephinum erhielt als eine von 42 niedersächsischen Schulen die Auszeichnung „Humanitäre Schule“ vom Jugendrotkreuz (JRK) Niedersachsen. Schirmherr der Kampagne ist Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.