| Erinnern und nicht vergessen. Der ehemalige Kultusminister Wernstedt besuchte das Josephinum |
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An Allerheiligen trafen die Schülerinnen und Schüler der beiden Jahrgänge der Qualifikationsphase zu Vortrag und Diskussion mit Prof. Rolf Wernstedt zusammen. Wernstedt, Kultusminister von 1990 bis 1998 und Landtagspräsident von 1998 bis 2003, sprach zum Thema „Erinnern und nicht vergessen“.Erinnerungen sind für jeden Einzelnen und für dessen familiäre Herkunft sowie für eine Gesellschaft notwendig. Wernstedt verdeutlichte an seiner eigenen Biographie den prägenden Einfluss des Erinnerns. Aufgewachsen in der DDR unter der kommunistischen Bevormundung in der Schule, siedelte er gleich nach dem Abitur allein in die Bundesrepublik über, um sich der weitern Indoktrination zu entziehen und in Freiheit seinen eigenen Lebensweg gehen zu können. Den Schülerinnen und Schülern verdeutlichte er an vielen persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen die Notwendigkeit des politischen Engagements. Dabei wies er darauf hin, dass vor allem die Gebildeten niemals vergessen dürften, was im 20. Jahrhundert im deutschen Namen an Leid und Unheil angerichtet worden sei. Natürlich tragen die nach 1945 geborenen Generationen daran keine persönliche Schuld, aber auch sie stünden in der Verantwortung, das historische Wissen politisch wach zu halten. In der Diskussion drehten sich die Fragen an Wernstedt beispielhaft um die Wahrnehmung der Rolle bei der Bewältigung der Finanz- und Schuldenkrise einiger europäischer Staaten. Wernstedt verdeutlichte, dass alte Ressentiments vor einer deutschen Übermacht sich aus Erinnerungsquellen speisten, die wohl noch über Generationen nicht versiegten. Gerade auch deutsche Jugendliche müssten darum wissen, damit sie in Diskussionen im eigenen Land und bei Begegnungen im europäischen Ausland angemessen reagieren könnten. Tobias Peilert (im Bild links) und Vitus Meyer, die beiden Jahrgangssprecher der Oberstufe führten durch die Diskussionsveranstaltung mit Prof. Rolf Wernstedt. |

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An Allerheiligen trafen die Schülerinnen und Schüler der beiden Jahrgänge der Qualifikationsphase zu Vortrag und Diskussion mit Prof. Rolf Wernstedt zusammen. Wernstedt, Kultusminister von 1990 bis 1998 und Landtagspräsident von 1998 bis 2003, sprach zum Thema „Erinnern und nicht vergessen“.
In der Diskussion drehten sich die Fragen an Wernstedt beispielhaft um die Wahrnehmung der Rolle bei der Bewältigung der Finanz- und Schuldenkrise einiger europäischer Staaten. Wernstedt verdeutlichte, dass alte Ressentiments vor einer deutschen Übermacht sich aus Erinnerungsquellen speisten, die wohl noch über Generationen nicht versiegten. Gerade auch deutsche Jugendliche müssten darum wissen, damit sie in Diskussionen im eigenen Land und bei Begegnungen im europäischen Ausland angemessen reagieren könnten. Tobias Peilert (im Bild links) und Vitus Meyer, die beiden Jahrgangssprecher der Oberstufe führten durch die Diskussionsveranstaltung mit Prof. Rolf Wernstedt.