Bilder von Gewalt und Krieg PDF Drucken
Arbeiten aus dem Kunstunterricht Hildesheimer Schulen

Seit sechs Jahren gibt es in Hildesheim ein landesweit einmaliges Projekt: Alle Gymnasien und die Gesamtschule der Stadt stellen einmal im Jahr gemeinsam aus. Organisiert wird dieses von Rolf Behme, Fachberater für Kunst bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Hannover und Kunstpädagoge am Gymnasium Himmelsthür. Bislang fand diese Ausstellungsreihe im AcKU café am Andreasplatz statt. In diesem Jahr wurden die Schülerarbeiten erstmals im Kreishaus Hildesheim präsentiert.

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Die Kunst-Profilkurse des derzeitigen 12. Jahrgangs von fünf Hildesheimer Gymnasien und der RBG haben sich mit dem Schwerpunktthema „Bilder von Gewalt und Krieg" beschäftigt und unterschiedliche Lösungen bei der künstlerischen Bearbeitung des Themas entwickelt.

All diese Arbeiten sollen der Öffentlichkeit im Kreishaus zugänglich gemacht werden. Doch das kann aus Platzgründen nicht in einer gemeinsamen Ausstellung durchgeführt werden. Daher werden drei Schulen im September bis Oktober und weitere drei Schulen im November gemeinsam die Ergebnisse aus dem Kunstunterricht zeigen.






























Veronika Odin           
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Am 29. September 2011 um 17.00 Uhr wird die Ausstellung mit Schülerarbeiten des Gymnasiums Himmelsthür, des Gymnasiums Andreanum und der Robert Bosch Gesamtschule eröffnet. Eine Schülerband der RBG sorgt für angemessene akustische Begleitung.

Ab dem 3. November sind die Unterrichtsergebnisse von Schülern des Goethegymnasiums, des Gymnasiums Josephinum und des Gymnasiums Marienschule zu sehen.

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     Pauline Warneboldt

Die ausgestellten Arbeiten zeigen eine ungeheure inhaltliche und gestalterische Vielfalt. Das Thema, der Malgrund und die Farbmaterialwahl sind wohl weitgehend identisch, doch verdeutlichen die Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedliche Sichtweisen auf den Themenbereich „Gewalt und Krieg". Die Mahnung steht im

Vordergrund, hervorgehoben durch die Verdeutlichung des Leids. Daneben sind aber auch im Stil der Pop Art entwickelte Bildwelten zu sehen, die das Themenfeld in aktuelle Kontexte transportieren und Formen struktureller Gewalt aufzeigen. Dieses jungen Menschen durch die Medien bekannte Thema im Unterricht motivierend und anschaulich zu positionieren, ist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden gewesen. Indirekt verweist es ja latent auf seinen inhaltlichen Gegenpol, den Frieden, doch befindet sich dieser in permanenter Gefahr.

j. odin






















   Zuzana Jasnakova

Es macht Spaß, diese Werke junger Menschen zu betrachten, eben weil sie Einblicke in die Gedankenwelt einer Generation ermöglichen - das ist besonders. Die Qualität der Arbeiten ist hervorhebenswert, keiner Arbeit mangelt es an intensiver gestalterischer Durchdringung. Es werden nicht alle im Unterricht entstandenen Arbeiten gezeigt, da dafür nicht ausreichend Hängeplatz besteht, sodass im Vorfeld eine Auswahl stattgefunden hat, bei der nach unterschiedlichen Kriterien verfahren wurde. Die Hängung verweist nicht auf die Herkunft der Bilder. Ganz bewusst ist auf eine Kennzeichnung der Schulherkunft verzichtet worden, da es um das Prinzip der Kooperation der Schulen geht, somit Aspekte einer Konkurrenz ausgeschlossen werden sollen. Es sind die Schüler mit ihren Arbeiten, die hier im Vordergrund stehen, und natürlich das Fach Kunst, das seine spezifische Bedeutung im Unterrichtskanon stets von Neuem behaupten muss, gerade in Zeiten der Schulzeitverkürzung, der daraus folgenden Mehrbelastung der Schüler und der dann schnell umgesetzten Kürzung im Fach Kunst.

Verantwortliche Kunstpädagogen: Rolf Behme (Gymnasium Himmelsthür), Herbert Weber (Gymnasium Andreanum), Lisbeth Mokosch (Robert Bosch Gesamtschule), Peter Franke (Gymnasium Josephinum), Carsten Axmann (Gymnasium Marienschule), Susanne Fiedler (Goethegymnasium)