| Juniorakademie Loccum 2009 |
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Vom 9. -16. Oktober 2009 wurde in Loccum an der evangelischen Heim-volks-Hochschule die Juniorakademie durchgeführt. Man hat sich bei der Anmeldung den Zimmerschlüssel abgeholt und sich ersteinmal eingerichtet. Nachdem alle Teilnehmer ihre Zimmer bezogen hatten, wurde sich im Versammlungsraum getroffen, um sich kennen zulernen. Folgend haben sich alle vier Seminargruppen in ihre Fachräume zurückgezogen, um die Themen der fünf Seminartage zu besprechen. Kurs 1 befasste sich mit dem Thema „Das Werden und Vergehen von Werten. Von Gerechtigkeit, Regeln und Moral (Philosophie) “, Kurs 2 hat sich mit dem Thema „Von der Urlandschaft zur Kulturlandschaft – Eine Forschungsreise“ befasst, Kurs 3 war die Theatergruppe unter dem Thema „Loccumer Inszenierungen“ und Kurs 4 hat im Kloster Loccum unter dem Motto „Detektive der Vergangenheit - Die Baumeister der grauen Mönche“ geforscht. Nun möchte ich ein bischen über meinen Kurs berichten. Den naturwissenschaftlichen Kurs 2. Da Loccum am Steinhuder Meer liegt, hat sich unser Kurs mit der Entwicklung des Nieder- und Hochmoores am West- und Ostufer befasst. Wir haben viele unserer Forschungstripps mit dem Fahrrad gemacht, um möglichst mobil um das Steinhuder Meer herum zukommen. Auf dem Weg durch die Moorgebiete haben wir verschiedene Proben aus Moor und Moos zum Analysieren mitgenommen. Jedes Hochmoor war vorher mal ein Niedermoor, dessen Wasser dann aber irgendwann durch eine Pflanze, das Torfmoos, versauert wurde und so vielen Pflanzen, die so saures Wasser nicht vertragen, die Lebensräume nahmen. In einem Moor wachsen deswegen hauptsächlich Kiefern und Birken, weil diese Bäume der Säure standhalten. Selbst heute wird noch Torf abgebaut. Die Torfabbaufelder, auf denen kein Torf mehr vorhanden ist, versucht die „Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer“ (ÖSSM) mit Erfolg zu renaturieren, um wieder ein richtges Moor zu schaffen (siehe Bild). An den folgenden Tagen untersuchten wir unsere Moorproben auf seine Zusammensetzung. Wir stellten fest, dass man im Torf des Hochmoores noch organische Restbestände finden kann, wie zum Beispiel Blätter vom Torfmoos, kleine Tierchen und vor allem ein Haufen konservierter Pollen vieler Pflanzenarten. Der Torf aus dem Niedermoor ist fast vollständig zersetzt. Wir haben mit dem Hochmoortorf eine Pollenanalyse durchgefürt. Anhand der Pollen kann man das Alter des Torfs bestimmen. Klar in der Überzahl sind die Pollen der Nadelhölzer, wie Tannen, Kiefern und Fichten. Guido Langer
![]() Eine Torfabbauhalde schon teilweise renaturiert
Polle einer Fichte unter dem Mikroskop |

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