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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

31. Januar 2019

HAZ vom 31.01.2019: Schon am Josephinum liebte er die Biologie

Prof. Dr. Frank Ordon wird Präsident des Julius-Kühn-Instituts

Von Marita Zimmerhof

Prof. Dr. Frank Ordon  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Frank Ordon (rechts) erhält in Berlin von Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens seine Ernennungsurkunde zum Präsidenten des Julius-Kühn-Instituts.
Foto: Julius-Kühn-Institut


Hildesheim / Berlin. Der gebürtige Hildesheimer Prof. Dr. Frank Ordon ist zum neuen Präsidenten des Julius-Kühn-Instituts (JKI) ernannt worden. In Berlin überreichte ihm Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die Ernennungsurkunde. Ordon war bislang JKI-Vizepräsident.

Das Julius-Kühn-Institut mit Hauptsitz in Quedlinburg ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, es beschäftigt 1200 Mitarbeiter in 17 Fachinstituten an zehn Standorten und ist damit die größte zum Landwirtschaftsministerium gehörende Bundesforschungseinrichtung. Es berät die Politik und forscht selbst in den Bereichen Pflanzenbau, Züchtung, Pflanzen-, Bienen- und Vorratsschutz sowie Pflanzengesundheit.

International bekannt wurde Ordon vor allem durch seine Forschung zu genetischen Grundlagen und der züchterischen Nutzung von Kulturpflanzen, die gegen Krankheitserreger oder Trockenheit besonders widerstandsfähig sind. Seit Gründung des Instituts im Jahr 2008 leitete der Agrarwissenschaftler das dortige Fachinstitut für Resistenzforschung und Stresstoleranz. Schon in der Bundesanstalt für Züchtungsforschung, die 2008 Teil des JKI wurde, war er seit 2002 Leiter des Instituts für Epidemiologie und Stresstoleranz. Gerade der extrem trockene Sommer im vergangenen Jahr hat noch einmal deutlich gemacht, wie aktuell und wichtig seine bisherigen Forschungen sind.

Ordon gilt als wissenschaftlich sehr gut vernetzt, ist in zahlreichen Gremien und Organisationen tätig. So repräsentiert er Deutschland im Research Committee der Wheat Initiative, einer internationalen Forschungsinitiative zur Verbesserung des Brotgetreides Weizen. Zudem ist er Mitglied in internationalen und nationalen wissenschaftlichen Beiräten, ist Mitglied im Redaktionsbeirat internationaler Zeitschriften oder deren Herausgeber.

Geboren wurde Ordon am 17. Mai 1963 in Hildesheim. Er wuchs in Bad Salzdetfurth auf und besuchte in Hildesheim das Josephinum. Schon damals war im Biologie-Leistungskurs sein Interesse für Pflanzen riesig; nach dem Abitur 1982 ging er nach Gießen, studierte wegen der größeren Praxisnähe aber Agrarwissenschaften mit Fachrichtung Umweltsicherung. In Gießen promovierte und habilitierte er sich auch. Seit 2004 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Goslar, zu Hildesheim hat er aber immer noch viele private und familiäre Kontakte.

Als Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit als Präsident am JKI sieht er die Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel, den Erhalt und die Förderung der Biodiversität, die Verbesserung der Resistenz von Kulturpflanzen gegen Krankheiten. Aber auch die Digitalisierung der Landwirtschaft sowie die Begleitung der Ackerbaustrategie der Bundesregierung, die im März 2019 erscheint, liegen ihm am Herzen.

23. Januar 2019

HAZ vom 23.01.2019: Ex-Profi Borowka schildert Kampf gegen Alkohol

Ulli BorovkaHildesheim - Für seine Blutgrätsche war Uli Borowka in der Fußball-Bundesliga jahrelang gefürchtet. Als Verteidiger von Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen kaufte der knüppelharte Profi vielen Stürmern den Schneid ab. Machtlos war er allerdings lange Zeit – während seiner Karriere und danach – gegen die eigene Alkoholsucht. Über seine Sucht und den Kampf dagegen berichtet Borowka, seit einer Entziehungskur im Jahr 2000 trocken, am Donnerstag im Gymnasium Josephinum. Es gibt zwei Termine, einer ist öffentlich.

Am Vormittag spricht der 56-Jährige, der in Hämelerwald lebt, vor Acht- und Neuntklässlern und stellt sich den Fragen der Schüler. Am Abend ab 19.30 Uhr ist er dann erneut in dem Gymnasium zu Gast. Im Foyer (Domhof 7) wendet er sich an Zehntklässler und Eltern, zu dieser Veranstaltung sind auch alle anderen Interessierten eingeladen.

Seit 2000 trocken

Uli Borowka absolvierte von 1981 bis 1996 insgesamt 388 Bundesliga-Spiele und lief sechsmal für Deutschland auf. 1988 und 1993 wurde er mit Werder Bremen deutscher Meister. Schon während seine aktiven Laufbahn litt er unter Alkoholsucht. Diese kostete ihn auch seine Familie und sorgte nach seiner Karriere dafür, dass eine Trainerlaufbahn zunächst scheiterte.

Nach seiner erfolgreichen Entziehungskur widmete sich Uli Borowka in erster Linie dem Kampf gegen die Alkoholsucht, schrieb dazu Bücher, hält Vorträge und gibt Seminare – vor allem für Führungskräfte sowie für Schüler und Auszubildende. Außerdem gründete er im Jahr 2013 den Verein „Uli Borowka Suchtprävention und Suchthilfe“. abu /Foto:dpa
15. Dezember 2018

Kirchenzeitung vom 16.12.2018: Dom von Kerzen erhellt

Zum ersten Mal hat ein Hildesheimer Bischof die katholischen Schulen der Stadt zu einem Rorategottesdienst in den Mariendom eingeladen. Rund 1500 Schüler, Lehrer, Eltern und Geschwisterkinder folgten der Einladung.


VON EDMUND DEPPE

Rorate KIZ
1500 Kerzen erhellen beim Rorategottesdienst den Mariendom. | Foto: Deppe

 

„Ich würde mich freuen, wenn der Dom aus allen Nähten platzen würde“, hatte Bischof Dr. Heiner Wilmer im Vorfeld gesagt. Und der Dom war rappelvoll. Die Stufen zum Altar, der Chorraum, die Gänge und Seitenkapellen waren dicht besetzt.
Um sechs Uhr im dunklen Dom bei Kerzenschein machten sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken über den Advent, die Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Jesu. Bischof Heiner wies darauf hin, dass diese Zeit eine Zeit der Umkehr ist. „Es ist eine Zeit, in der wir aufeinander zugehen sollen, eine Zeit des Verzeihens, des Heilens und des wieder miteinander Sprechens“, betonte er und zitierte aus dem Song „Anthem“ – Hymne von Leonhard Cohen die Textpassage: „There is a crack in everything. That’s how the light gets in.“ (In allem ist ein Riss. Da kommt das Licht herein.) „Durch die Risse, die es in unserem Leben wie in einer kaputten Jeans gibt, scheint das Licht Gottes hinein, das uns erst zu Menschen macht. Wenn wir zu diesen Rissen stehen, zu dem, was uns zunächst als unvollkommen erscheinen lässt, werden wir zu attraktiven Menschen, die Licht für andere sein können“, betonte Bischof Heiner. Lächelnd riet er den jüngeren Gottesdienstbesucher: „Ich gehe davon aus, dass ihr Leonhard Cohen nicht unbedingt kennt. Schaut euch das einfach mal nachher auf Youtube an.“ Ein Ratschlag, der in Predigten eher selten kommt.
Am Gottesdienst nahmen die Elisabeth-von-Rantzau-Schule, die St. Franziskus-Schule der Heimstatt Röderhof, die Albertus-Magnus-Schule, die Augustinus-Schule und die beiden katholischen Gymnasien Marienschule und Josephinum teil. Musikalisch wurde die Feier vom Ensemble der St. Franziskus-Schule und vom Chor des Josephinums gestaltet. Bevor es dann in den Unterricht ging, sorgten die Malteser für ein kleines Frühstück mit süßen Brötchen, Kaffee, Kakao und Früchtetee.

15. Dezember 2018

Kirchenzeitung vom 16.12.2018: Erzählen gegen das Vergessen

Sally Perel (93) ist einer der letzten Zeitzeugen, der vom Überleben des Holocausts und von der Zeit des Nationalsozialismus berichten kann. Und er will seine ungewöhnliche Geschichte erzählen, so lange er lebt.

VON STEPHANIE BEHNKE

Sall Perel KIZAm Ende können manche ihre Gefühle nicht mehr verbergen. Verstohlen ziehen sie ein Taschentuch hervor und tupfen sich mit gesenktem Kopf die Tränen von der Wange. Zu bewegend ist das, was sie eben gehört haben. Es ist die Geschichte von Sally Perel, des „Hitlerjungen Salomon“, jenes jüdischen Jungen, der den Holocaust in einem Internat der Hitlerjugend in Braunschweig überlebt hat.
93 Jahre ist Perel mittlerweile alt. Er lebt in Israel. Und er wird nicht müde, Jugendlichen seine Geschichte zu erzählen. Heute spricht er im bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim zu Schülerinnen und Schülern des 9. und 10. Jahrgangs. Etwa 300 Jugendliche sitzen in der Aula. Und Perel gelingt es, ihre Aufmerksamkeit fast zwei Stunden lang zu fesseln. Charmant ist der alte Mann, gewitzt geradezu, dann wieder ernst und eindringlich. Seine Botschaft: Versöhnung und Aufklärung. Denn: „Die Zeitzeugen sind die besten Geschichtslehrer.“

Ich war Hitlerjunge Salomon
40 Jahre lang hat Sally Perel gebraucht, bis er seine Geschichte veröffentlichte. Das Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ wurde weltweit bekannt. „Mein Schicksal sollte das einzige dieser Art des zweiten Weltkrieges sein“, erzählt er den Jugendlichen. 1925 wurde er in Peine als Sohn eines Rabbiners geboren. Nachdem die Nazis das Schuhgeschäft der Familie zerstörten, floh er als 10-Jähriger mit seinen Eltern und Geschwistern zunächst nach Polen, zu Beginn des Krieges 1939 dann weiter in Richtung Sowjetunion. Ohne seine Eltern. Sie werden den Krieg nicht überleben. „Meine Mutter wusste, dass sie mich nie wiedersehen würde. Ich wusste es nicht. Ich weiß nicht, woher sie in diesem Moment die Kraft nahm. Und jetzt verrate ich euch, was sie mir zum Abschied gesagt hat: Du sollst leben!“ Nach diesem Satz ist die Stille in der Aula mit Händen zu greifen.

Du sollst leben – diesen Satz macht er fortan zu seinem Credo. Bei Minsk wird Perel von deutschen Soldaten festgenommen. Er gibt sich als Volksdeutscher aus und nennt sich Josef Perjell. „Ich weiß nicht wieso, aber der Soldat hat mir geglaubt.“ Danach arbeitet er zwei Jahre als Dolmetscher für die Wehrmacht. Sein Hauptmann will ihn sogar adoptieren und schickt ihn 1943 auf eine Akademie der Hitlerjugend in Braunschweig. Dort lebt er „versteckt unter der Haut des Feindes. Vier Jahre lebte ich so als kleiner ängstlicher hoffender jüdischer Junge“. Eindringlich beschreibt Perel den Jugendlichen seine Angst, entdeckt zu werden. Er berichtet von aberwitzigen Zufällen, die ihm das Leben retten, von Menschen, die ihn nicht verraten, von der verzweifelten Suche nach seinen Eltern und er verschweigt auch nicht die innere Zerrissenheit, die dieses Doppelleben mit sich bringt. „Ich wurde der Hitlerjunge.“ Er, der 16-jährige Sohn eines Rabbiners, wird empfänglich für die Parolen der Nationalsozialisten.

Zu kritischen Menschen erziehen
Nicht empfänglich zu werden für wieder aufkommenden Neonazismus, das will Perel seinen jungen Zuhörern denn auch mit auf den Weg geben. Und er hat ebenfalls eine Botschaft an die Lehrer: „Die wichtigste Aufgabe der Schule ist es: Junge Menschen zu kritischen Geistern zu erziehen.“ Der 93-Jährige verfolgt das aktuelle Tagesgeschehen in Deutschland. Er sorgt sich um das Erstarken der AfD und berichtet, wie Neonazis versuchen, seine Vorträge zu stören. Auch deswegen erzählt er seine Geschichte wieder und wieder: um zu zeigen, wie schnell Menschen sich verführen lassen. „Und wenn ich bei dieser Leserreise nur einen einzigen erreiche, aus dieser Szene auszusteigen, dann habe ich meine Mission erfüllt, dann ist es mir das alles wert gewesen.“

Stefanie Behnke

 

Chiara KIZ    Niklas KIZ    Noelia KIZ
Chiara, 15: „Ich wusste nicht,
dass es noch jemanden gibt,
der vom Krieg erzählen kann.
Und ich bin bedrückt, weil mich
das sehr mitgenommen hat.“
Fotos: Behnke (4)

   Niklas, 17: „Der Vortrag war sehr
berührend. Und ich finde es gut,
dass er uns zum kritischen
Denken motivieren möchte. Das
ist ganz wichtig auch in heutiger Zeit.“


   Noelia, 15: „Ich hatte Tränen in
den Augen und bin froh, dass
wir die Möglichkeit hatten,
einen Zeitzeugen zu hören.
Ich werde das an meine Familie
und meine Freunde weitergeben,
was er erzählt hat.“