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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

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11. Juni 2017

Kirchenzeitung vom 08.06.2017: Wie ist das Verhältnis Mensch und Kirche?

Reli-Oberstufenkurs am Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim erstellt Zeitungsseiten zum Thema "Verhältnis von Kirche und Mensch“

Reli Kurs Freundenberg


Interessesannte Zeitungsartikel präsentierten die
Schülerinnen und Schüler des Reli-Kurses Q1
von Göntje Freudenberg (hinten, 5. von links).
Foto: Deppe

 

 Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler:

  Beitrag 1

  Beitrag 2

  Beitrag 3

 

 

 

 

 

 

 

 

                       Hildesheim (ed). „Ich versuche den Religionsunterricht durch außergewöhnliche Projekte interessant zu gestalten“, sagt Göntje Freudenberg. Sie unterrichtet am Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim die Fächer Mathematik und Katholische Religion. Gerade ging es in ihrem Reli-Oberstufenkurs „Q1“ darum, Zeitungsseiten zum Thema „Verhältnis von Kirche und Mensch“ zu erstellen.
„Ausgangspunkt war die Sinus-Milieu-Studie, die vor ein paar Jahren veröffentlicht wurde“, erklärt Freudenberg. „Wir haben uns da besonders angeschaut, was die Studie über die Beziehung von Jugendlichen zur Kirche sagt.“
In Kleingruppen haben die Jugendlichen Texte für eine „Kirchenzeitung“ entworfen. „Wir haben viele Informationen aus dem Internet zusammengetragen“, berichtet Chiara Heinsch. Söhnke Breitmeyer ergänzt: „Jeder von uns hat auch eigene Erfahrungen mit Kirche in der eigenen Gemeinde gemacht – positiv wie negativ. Diese Erfahrungen sind natürlich auch in unsere Texte mit eingeflossen.“
Die Jugendlichen haben nicht einfach Frust abgelassen und Kirchenschelte ausgeteilt. Sie haben versucht sachliche Argumente herauszuarbeiten, sich dabei aber nicht gescheut, ihren journalistischen Finger in offene Wunden zu legen. So haben sie Fakten aufgezeigt wie: „Seit der Wiedervereinigung sind bereits 10 Millionen Menschen aus der Kirche ausgetreten und die Zahl der Kirchgänger hat sich seit 2001 von 4,2 Millionen fast halbiert.“ Gleichzeitig würden sich aber immer mehr Menschen in anderen, nicht kirchlichen Vereinen und Verbänden engagieren. Ihre Frage, der sie nachgehen lautet: „Warum distanziert sich die Gesellschaft von der Kirche?“
Während eine andere Gruppe die Kirche als veraltet und konservativ ohne „eine deutlich bessere Zukunftsperspektive“einstuft, sieht eine weitere durchaus die Bemühungen der Kirche, dem Trend von Kirchenflucht entgegenzuwirken. Da heißt es: „Generell ist die Kirche bemüht, auf die Interessen der Jugend einzugehen ..., um dem Trend, sich von der Kirche zu distanzieren, entgegenzuwirken.“
Dem Reli-Kurs hat journalistische Arbeit Spaß gemacht. „Es war mal etwas anderes. Wir haben versucht, Texte zu entwerfen, die andere interessant finden“, sagt Selina Chudziak. Und Johannes Röde meint: „Dadurch haben wir das Thema sehr intensiv behandelt, was wir so vielleicht sonst nicht getan hätten.“
Edmund Deppe
     

 



30. Mai 2017

HAZ vom 30.05.2017: Zwei Priester werden geweiht

Fabian Boungard ist Ex-Josephiner

Fabian Boungard                                                                                          

                                                                                                                                                                  

Hildesheim. Am Pfingstsamstag wird Bischof Trelle die beiden Diakone Benedikt Heimann und Fabian Boungard zu Priestern weihen. Der Gottesdienst im Hildesheimer Dom beginnt um 10 Uhr. Die beiden haben ihr Theologiestudium und ihre Weihe zum Diakon hinter sich. Dabei versprachen sie bereits Ehelosigkeit und Gehorsam gegenüber dem Bischof. Anschließend absolvierten sie, neben Pastoralkursen in Hamburg, Osnabrück und Hildesheim, ein praktisches Jahr in einer Pfarrgemeinde, um sich auf die Aufgabe als Priester vorzubereiten.
Fabian Boungard wurde 1989 in Schönebeck geboren und wuchs seit 1995 in Hildesheim auf. Nach dem Abitur am Josephinum und einem Freiwilligen Sozialen Jahr bei der Jugendinitiative „HotSpots“ des Bistums studierte er katholische Theologie in Erfurt und Wien. Er wurde 2013 als Priesteramtskandidat des Bistums Hildesheim aufgenommen.
Benedikt Heimann, geboren 1976 in Lüdenscheid, wuchs im Sauerland auf. Er studierte in Paderborn Deutsch, katholische Religion und Philosophie auf Lehramt. Er habe viel gelernt, sagt Heimann, der in Duderstadt nicht nur direkt in der Pfarrei tätig gewesen ist, sondern auch zweimal wöchentlich an der Berufsschule Religion unterrichtet hat. Im August 2013 wurde er Priesteramtskandidat. sky

30. Mai 2017

HAZ vom 29.05.2017: Sonderpreis für zwei Josephiner

Philip Held und Andreas Schröter bei Jugendforscht-Bundesfinale in Erlangen ausgezeichnet

Jufo 2017 Held und Schrter
Erfolgreiche Sternengucker: Philip Held (links) und Andreas
Schröter wurden
in Erlangen mit einem Sonderpreis bedacht.
FOTO: STIFTUNG JUGEND FORSCHT
       Hildesheim. Philip Held und Andreas Schröter sind beim Wettbewerb Jugend forscht mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Die beiden Gymnasiasten des Josephinums hatten sich im Fach Geo- und Raumwissenschaften dem „staubigen Weltraum“ gewidmet und den Nachweis eines interstellaren Mediums erbracht. Hierfür wurden sie beim Bundesfinale in Erlangen mit einem Sonderpreis der Else-Heraeus-Stiftung bedacht. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. „Ich möchte das Geld gern wieder zurück in die Astronomie investieren“, sagte Philip Held nach seiner Rückkehr. Von den Leistungen der fast 200 Teilnehmer war er begeistert. „Die sind alle klasse, deshalb waren sie ja da.“
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht, zeichnete die Gewinner gestern in Erlangen aus. „Wenn es um die Gestaltung der Welt von morgen geht, kommt es auf Sie als kluge Köpfe, als Jungforscherinnen und Jungforscher an“, sagte sie. Der diesjährige Bundeswettbewerb wurde gemeinsam von der Stiftung Jugend forscht und Siemens ausgerichtet. „Wir brauchen Menschen mit wissenschaftlicher Neugier, Leistungswillen und der Kompetenz, große Herausforderungen anzugehen“, sagte Roland Busch, Chief Technology Officer und Mitglied des Vorstands der Siemens AG.
Die Josephiner hatten mit einfachsten Mitteln Fotos von Sternhaufengemacht, deren Helligkeit sie am Computer analysierten. Dabei konnten sie nachweisen, dass die Helligkeit mit zunehmender Entfernung überproportional abnimmt. Diese Beobachtung deutet darauf hin, dass es zwischen den Sternen im All Materie geben muss.
Die Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber die Jungforscher wiesen die Materie mit relativ einfachen Mitteln nach – mit kaum mehr Equipment als einer Spiegelreflexkamera und einem Teleobjektiv. Betreut wurden die Schüler von Dr. Arndt Latußeck, der am Bischöflichen Gymnasium unterrichtet.
12. Mai 2017

HAZ vom 10.05.2017: „Und zum Schluss haust du, Rebecca, noch mal richtig einen raus“

Wahre Helden: Elfjährige gewinnt mit der Mannschaft des Josephinums im Wasserparadies die Gesamtwertung bei den Hildesheimer Schulmeisterschaften im Schwimmen

Von Andreas Kreth

Hildesheim. Oben auf den Zuschauerrängen des Wasserparadieses hat Heiko Wilcke die acht Mächen um sich versammelt, die gleich in der Staffel schwimmen sollen. Sein linker Zeigefinger fährt über eine Liste, die er an eine rote Säule geklebt hat. „Zuerst Milla, dann Phoebe, Charlotte, Sophie, Silja, Neela und Michelle“, ruft der Sportlehrer vom Josephinum durch das Stimmengewirr in der Halle. Dann dreht er den Kopf zur Seite, zwinkert mit dem Auge und sagt: „Und zum Schluss haust du, Rebecca, noch mal richtig einen raus.“ Die Elfjährige quittiert den Auftrag mit einem Schmunzeln.

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 „Merkt euch die Reihenfolge genau“: Sportlehrer Heiko Wilcke instruiert die Staffelschwimmerinnen des Josephinums vor dem Start.
FOTOS: KRETH

 Insgesamt 412 Kinder aus den fünften und sechsten Klassen von zwölf Hildesheimer Schulen kämpfen in der Saunaluft an diesem Vormittag um die Schulmeisterschaft im Schwimmen. „Wir haben aktuell in diesen Jahrgängen kein Kind, das die Szene regelrecht dominieren würde“, sagt Martin Hoffheinz von der Realschule Himmelsthür.
Evi 2017 2Mit der bereits erwähnten Rebecca von Klaeden (Foto rechts) und Emily Haas vom Gymnasium Himmelsthür liefern zwei Leistungsschwimmerinnen die besten Ergebnisse der gesamten Veranstaltung ab. Rebecca startet für die SGS Hannover, wurde am Wochenende im Jahrgang 2006 Landesmeisterin über 200 Meter Schmetterling, Vize über 100 und 200 Meter Brust sowie Dritte über 100 Meter Schmetterling, 200 Meter Rücken und Lagen. Die zehnjährige Emily bescherte dem VfV Hildesheim bei den Landestitelkämpfen einen ersten und einen dritten Platz über 50 und 100 Meter Rücken.
„Mädels, genau zuhören“, ruft Heiko Wilcke jetzt noch einmal seinen Schülerinnen zu. „Ihr springt erst dann ab, wenn die andere anschlägt. Und bei Brust gilt: mit beiden Händen anschlagen.“ Für die meisten aller Teilnehmer in der Halle sind diese Meisterschaften der einzige Schwimmwettkampf, den sie jemals in ihrem Leben absolvieren. „Und jetzt gehen wir runter hinter den Startblock. Keine von euch läuft mehr weg“, mahnt der Lehrer.
Während die Gruppe im Gänsemarsch die Treppe hinab steigt, kommen Wilckes Kollegen HermannStrüber und Marcus Meyer ins Grübeln. „Auch wir Lehrer stehen hier unter Strom. Ans Kuchenbüfett schaffen wir es gar nicht“, sagt Meyer. Strüber, der Fachobmann Sport am Josephinum ist, ergänzt: „Wir beide sind von Anfang an bei diesen Meisterschaften immer dabei gewesen.“ Also seit fast 20 Jahren. „Da könnten wir viel erzählen.“ Doch es fehlt die Zeit.
Denn in dem Moment kommt Phoebe Tolkmitt dazu und fragt: „Wann beginnt die Staffel? Darf ich noch mal schnell auf die Ergebnislisten schauen, die da hinten aufgehängt sind?“ Der 58-jährige Strüber schaut auf die Uhr. „In fünf Minuten. Du darfst hingehen.“ Phoebe dackelt davon. Wenig später kommt sie aufgeregt zurück: „Ich habe mit meinen drei Starts allein fast 600 Punkte geholt. Ist das gut?“ Strüber lobt sie: „Das ist super.“
Spitze – und das mit Abstand – sind am Montag aber die 373 Punkte, die sowohl Rebecca von Klaeden als auch Emily Haas für ihren jeweils besten Lauf für ihre Schulteams einsammeln. Dafür müssen sie aber hart trainieren. Rebecca etwa viermal die Woche, Mama Maren fährt sie dafür nach Hannover. Ihr bekannter Vater Eckart ist Rechtsanwalt, Lobbyist und Politiker. „Er arbeitet in Stuttgart und Berlin“, erzählt die Tochter, „bei Wettkämpfen ist er aber oft dabei.“
Die Elfjährige spielt übrigens auch noch Tennis. Leidet womöglich die Schule darunter? „Nein“, sagt Rebecca, „ich hatte überall Einsen, außer in Physik und Deutsch – da waren es Zweien.“ Zur Belohnung schenkten ihr die Eltern Unterwasserkopfhörer. „Damit ich beim Kachelzählen im Training Musik hören kann“, sagt das pfiffige Mädchen.
Plötzlich wird die ganze Gruppe nass gespritzt. Auf der Nachbarbahn ist eine Schülerin beim Start krachend ins Wasser gefallen. Unterdessen setzt sich Rebecca routiniert die Schwimmbrille auf und streift ihre hellrote Badekappe über. Es wird ernst. Das Gymnasium Himmelsthür und die Michelsenschule übernehmen die Führung. Als letzte Josephinerin klettert Rebecca auf den Startblock, duckt sich tief, fasst die Vorderkante fest mit beiden Händen und schnellt los. Wie ein Torpedo saust sie durchs Wasser, kann den großen Vorsprung der anderen aber nicht mehr aufholen. „Wenigstens Dritter“, sagt die Elfjährige.
Doch ein paar Minuten später jubeln alle Josephiner. Sie bekommen den großen Pokal für den Gesamtsieg. Sportlehrer Wilcke lobt alle, sagt aber auch: „Rebecca ist die stärkste Schwimmerin an unserer Schule seit Elisabeth Holletzek, die letztes Jahr Abitur gemacht hat.“ Die es übrigens in ihrer Laufbahn bis zum vierten Platz bei einer Deutschen Meisterschaft brachte.

Sieger freuen sich über Pokal und Medaillen

50 Kampfrichter aus drei Generationen unter Leitung von Ute Göttsche und Jens-Uwe Deppe sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Schulmeisterschaften im Schwimmen. Die Siegerehrung nahmen Karl-Heinz Krüger als Vertreter des Sponsors Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine sowie Reinhardt Schnipkoweit vor, der Vize von Eintracht Hildesheim.

 

Die Staffelsieger   Mädchen: Gymnasium Himmelsthür
Jungen:   Bischöfliches Gymnasium Josephinum.
Die Gesamtwertung    1. Josephinum 9209 Punkte
2. Gymnasium Himmelsthür 8407
3. Michelsenschule 8356

 

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Stemmen den Pokal für den Gesamtsieg in die Höhe: Die Mädchen und Jungen vom Josephinum.