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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

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24. März 2017

HAZ vom 24.03.2017: Jungforscher fahren zum Bundeswettbewerb

Als Sieger des Landeswettbewerbs sind zwei Schüler des Josephinums beim Bundeswettbewerb in Erlangen dabei

Andreas Schrter und PhilipHeld  

 

 

 

 

Andreas Schröter und Philip Held (rechts)
Foto: Heidrich (HAZ/Archiv)

Hildesheim/Clausthal-Zellerfeld. Zwei junge Forscher und viel Sternenstaub: Andreas Schröter und Philip Held vom Josephinum haben in ihrem Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften den Landeswettbewerb bei Jugend forscht gewonnen. „Das war schon cool, da zu stehen und zu hören, dass unser Projekt gewonnen hat“, sagt der 17-jährige Held über die Preisverleihung am Mittwoch.
Held und Schröter haben vom Garten aus Sternenhaufen beobachtet und fotografiert. Die Aufnahmen haben sie ausgewertet und so herausgefunden, dass das Licht der Sterne auf dem Weg zur Erde abgeschwächt wird. Dadurch konnten sie nachweisen, dass zwischen den Sternen und der Erde Staub und Gase durch das Weltall fliegen. Diese interstellare Materie kann man nicht sehen. Projektbetreuer und Lehrer Arndt Latußeck ist stolz auf seine Schüler. „Sie stehen im Garten und messen das Weltall mit ihren einfachen Mitteln.“
Große Forscher wissen von diesen interstellaren Partikeln bereits. Für den Nachweis waren allerdings wesentlich größere Mittel notwendig als ein Teleskop und eine Spiegelreflexkamera. „Die beiden haben die ganze Methode entsprechend reduziert.“ Die Schüler sollten eben auch nicht Dinge erfinden, die noch niemand gesehen hat, sondern Freude am Forschen entwickeln, so Latußeck. Bei Held und Schröter, die gerade mitten im Abitur-Stress stecken, hat das funktioniert. „Ich habe sehr viel Spaß an dem Wettbewerb gehabt. Das hat sich allemal gelohnt“, sagt Schröter.
Ganz nebenbei habe er auch viel über Spiegelreflexkameras gelernt. „Wir haben das mit Mathe aus der neunten, zehnten Klasse gemacht, da hatten wir schon mit wesentlich Komplizierterem zu tun. Dann zu sehen, dass es funktioniert, war das, was mir an dem Projekt so unfassbar viel Spaß gemacht hat“, sagt Held.
Insgesamt 57 Jungforscher waren beim Landeswettbewerb an der Technischen Universität Clausthal mit 35 Forschungsprojekten gegeneinander angetreten. Vier Teilnehmer kamen aus dem Hildesheimer Regionalwettbewerb, bei dem zum Beispiel auch Schüler aus Goslar mitmachen. Drei der Regionalwettbewerber fahren zum Bundesfinale.
Held und Schröter sind nicht die einzigen erfolgreichen Hildesheimer des Jungforscherwettbewerbs. Bereits am Wochenende hatte sich Philipp Löhr vom Goethegymnasium beim Landesentscheid von „Schüler experimentieren“ – nicht wie fälschlicherweise berichtet von „Jugend forscht“ – den Sieg im Fachgebiet Technik gesichert.
Das Bundesfinale gibt es nur für die älteren unter den Jungforschern. Held und Schröter gehen optimistisch, aber nicht siegessicher in die Schlussrunde im Mai. Neben dem Abi wollen sie nun noch weiter an dem Projekt arbeiten und alles rausholen. Aber, so Schröter, „auch wenn wir nur platziert werden, wäre das schon super toll.“ Sein Mitstreiter sagt: „Wenn man sich die Gewinner vom letzten Jahr anschaute, hätten wir da auf jeden Fall Chancen gehabt.“
Held will übrigens Physik studieren, Schröter Medizin. Und damit schlagen sie genau den Weg ein, den der Wettbewerb fördern soll, die Jugend für Technik und Forschung zu interessieren.
20. Februar 2017

Kehrwieder vom 19.02.2017: Die mehr wissen wollen: Forschernachwuchs auf der Suche

Mehr wissen wollen – das ist eine entscheidende Voraussetzung für „Jugend forscht“-Teilnehmer. Für einen ersten Preis reicht das allein aber nicht aus

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Keine leichte Kost, aber preiswürdig: Philip Held und Andreas Schröter vom Josephinum erklären der Jury ihren „Nachweis eines interstellaren Mediums“, sie landeten auf dem ersten Platz. Weitere erste Preise für Hildesheimer gab es für Jan-Filip Hübner und Marvin Voelker von der RBG sowie Philipp Löhr vom Goethegymnasium. Foto: Fuhrhop, Schwartz

(jan) Hildesheim. Mehr wissen wollen – dies ist die Voraussetzung für alle Mädchen und Jungen, die sich bei den Wettbewerben von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ beteiligen. In der vergangenen Woche präsentierten die Teilnehmer des Regionalwettbewerbs ihre Arbeiten an zwei Tagen in der Halle 39, am Freitag folgte die feierliche Preisverleihung im Audimax der Universität.
Mit Enthusiasmus und Spaß an der Sache waren alle dabei, ob es nun um komplexe mathematische Probleme ging, pragmatische Ideen für den Haushalt oder Lösungsansätze technischer Herausforderungen.
Auch für die Organisatoren der Veranstaltung steht insgesamt die Freude der Mädchen und Jungen an ihren Projekten im Vordergrund. Dennoch: Für die Vergabe der Wettbewerbs-Preise zählt letztlich die Qualität der Arbeiten. Und dabei punkteten die Schulen aus der Region Hildesheim etwas weniger als in den vergangenen Jahren: Insgesamt vergaben die Juroren nur drei erste Preise an hiesige Schulen, jeweils einen ans Goethegymnasium, an die Robert-Bosch-Gesamtschule und ans Josephinum (siehe unten). Diese ersten Preise berechtigen zur Teilnahme am Landeswettbewerb.
Woran es liegt, dass die Zahl herausragender Forschungsarbeiten abgenommen hat, darauf hat der Leiter des hiesigen Regionalwettbewerbs, Daniel Kahle, keine endgültige Antwort parat, aber mögliche Erklärungen im Kopf: Zum einen seien die zeitlichen und inhaltlichen Belastungen für Schüler in den letzten Jahren gewachsen – zum anderen liege der Erfolg aber auch immer am Einsatz der jeweiligen Betreuungslehrer. „Da findet gerade ein Umbruch statt“, sagt Kahle. Altgediente Lehrer, die den Regionalwettbewerb groß gemacht hätten, seien ausgeschieden. „Da müssen erst Neue reinwachsen.“ Aber Kahle ist zuversichtlich, dass das klappt.

06. Dezember 2016

HAZ vom 2.12.2016: Kalender hilft seit 15 Jahren

Kalender Josephinum 2017 TitelHildesheim. Den Lions Club Hildesheim-Marienburg und das Gymnasium Josephinum verbindet seit 15 Jahren ein Kalenderprojekt. Dieses hat bereits mehr als 25 000 Euro Spenden in die Kasse gebracht. Das Geld kommt Kindern und Jugendlichen der Partnerschule des Josephinums im indischen Kilachery und den lokalen Projekten der Jugendhilfe des Lions Clubs zugute.
Der neue Kalender heißt „Lichtblicke“. Der Name, so Benno Haunhorst, Schulleiter des Bischöflichen Gymnasiums, und Werner B. Wilmes, Präsident des Lions Clubs Hildesheim-Marienburg, sei ein denkbar schöner und passender Titel für einen Kunstkalender. Ohne Licht sei alles dunkel, man könne keine Farben und Formen erkennen. Deshalb, so ergänzte der Kunstlehrer des Josephinums, Peter Franke, hätten sich die Schüler seiner Klassen daran gemacht, den diesjährigen Kunstkalender bunt und vielfältig zu gestalten.
Schulleitung und Lions Club erinnerten in einer kleinen Feierstunde daran, dass die Zusammenarbeit nunmehr 15 Jahre andauere. In dieser Zeit hätten rund 1000 Schüler daran gearbeitet, jedes Jahr einen neuen Kalender im Kunstunterricht zu erschaffen und ihn dann gemeinsam mit dem Lions Club zu verkaufen. r/cha
02. November 2016

HAZ vom 2.11.2016: Demokratie ist klein, grau, hässlich ...“

... und trotzdem eine große Chance: Was Wolfgang Thierse Hildesheimer den Schülern des Josephinums mit auf den Weg gibt

von Thomas Wedig

 

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Wolfgang Thierse philosophiert im Josephinum über Politik, im Hintergrund scheint selbst die Büste des Gelehrten Leunis zu lauschen (Bild rechts). Fotos: Gossmann

Hildesheim. Die Lehrer im Publikum kennen Wolfgang Thierse, eine Institution aus der großen Politik, eine Symbolfigur des deutsch-deutschen Zusammenwachsens. Mit markanten Erkennungsmerkmalen: Da sind der leicht zauselige Bart und der wirre Professorenschopf hinter der Halbglatze. Doch da ist vor allem dieser unvergleichliche Thierse-Blick: ernst, nachdenklich, fokussiert. Der Blick eines Menschen, der offenbar mehr über Gott und die Welt gegrübelt hat als die meisten anderen. Dabei ist eine Menge herausgekommen – und das fasziniert auch die junge Generation, die Thierse kaum aus der Zeit bis 2005 kennt, in der er als Bundestagspräsident im Rampenlicht stand. Für die meisten Oberstufenschüler des Josephinums ist der Politiker, der sie am Dienstag besucht, ein unbeschriebenes Blatt – und doch hinterlässt er Eindruck. Die Schüler ahnen, dass dort ein politisches Urgestein vor ihnen sitzt, während das Denkmal des Gelehrten Johannes Leunis ihm aus dem Schulhof über die Schultern schaut.

Vielfalt bringt Konflikte
Mit einfachen, prägnanten Worten ordnet Thierse im Forum der Schule die Gegenwart. Religion ist dabei ein Ansatz, der ihn durch seine ganze Biografie begleitet und auch mit Schulleiter Benno Haunhorst zusammengeführt hat. „Ich kenne ihn seit fast 30 Jahren“, erzählt der Rektor, der mit dem ehemaligen Bundestagspräsidenten schon in verschiedenen Gremien zusammengearbeitet hat, zum Beispiel im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Thierse hat am Montagabend in Berlin die feierliche Eröffnung des Reformations-Jubiläums miterlebt. Am Morgen danach spannt er den Bogen im Josephinum zum Pluralismus der heutigen Zeit: „Die Vielfalt der Religionen bringt auch Konflikte mit sich“, sagt er, „und es wird mit über unsere Zukunft entscheiden, wie wir mit diesen Konflikten umgehen.“ Je vielfältiger eine Gesellschaft werde, desto widersprüchlicher werde sie auch. Trotzdem sei auch in einer pluralistischen Gesellschaft Zusammenhalt möglich, erläutert der Gast den Schülern: durch eine gemeinsame Sprache („Das ist nicht trivial“), durch gemeinsame Anerkennung von Verfassung, Recht und Gesetz, durch das Wechselspiel von Arbeit und Konsum sowie durch eine gemeinsame Vorstellung von Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz, von der Würde des Menschen und davon, was ein sinnvolles, gutes, richtiges Leben ausmacht. Das Ganze bilde das ethisch-kulturelle Fundament einer Gesellschaft. „Das ist nichts selbstverständlich“, betont Thierse mit ausladender Gestik, „das müssen wir uns immer wieder erarbeiten.“

Trump als „beunruhigende Figur“
Wenn Religionen aufeinandertreffen, sei das durchaus anstrengend für ihre Anhänger, führt er weiter aus. Dann sei Toleranz gefragt, und zwar nicht nur im Sinne von Duldung, sondern von gegenseitigem Respekt. Der bringe die Gesellschaft auch in der Auseinandersetzung mit dem Islam weiter als Verbote, glaubt Thierse, auch wenn der Islam für viele Menschen eine „neue, größere, beunruhigendere Realität“ darstelle. Dabei sieht Thierse vor allem den einzelnen Bürger in der Pflicht. Politik könne nur den Rahmen vorgeben und dafür sorgen, dass alles fair und friedlich abläuft, sagt Thierse. Das kann dauern, ergänzt er: „Demokratie ist klein, grau, hässlich, schweißtreibend und voller Enttäuschungen“, meint er und wiederholt die genannten Adjektive schmunzelnd zum Mitschreiben. Während er das sagt, ist allerdings zu spüren: Da sitzt fürwahr kein enttäuschter, resignierter Politiker. „Demokratie lebt von Leidenschaft“, sagt er und lebt sie bei seinem Vortrag vor. Die richtige Einstellung zur Demokratie traut er dem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump nicht unbedingt zu. Den nennt er eine „beunruhigende Figur“. Thierse selbst hinterlässt indessen im Josephinum einen beruhigenden Eindruck: Solange Menschen wie er die Demokratie mit Leben füllen, dürfte sie lebendig bleiben. Thierse habe die Schüler, auch wenn er ihnen kaum bekannt war, beim Besuch durch seine Präsenz beeindruckt, ist das Fazit von Schulleiter Haunhorst, „durch seine Erfahrung und seine klare Art zu sprechen.“