Es scheint, dass die Ausführung von JavaScript in Ihrem Browser deaktiviert ist oder verhindert wird (z.B. durch NoScript).
Bitte aktivieren Sie JavaScript um alle Funktionen der Website nutzen zu können!
slider00.jpg slider01.jpg slider02.jpg slider03.jpg slider05.jpg slider06.JPG slider07.jpg slider09.jpg slider11.jpg slider14 jo-lauf 2.jpg slider14.jpg slider16.jpg slider17.jpg slider18.jpg slider19.jpg slider20.jpg slider21.jpg slider22.jpg

Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Mittwoch, 14. Februar 2018 00:32

HAZ vom 13.2.2017: Venedig-Flair zum Rosenmontag

Kunstprojekt des Josephinums erstaunt Fußgänger am Hohen Weg

Von Martina Prante

Karneval Kunstprojekt HAZ 2   Karneval Kunstprojekt HAZ

Den Huckup im Nacken: Am Rosenmontag wagen sich die Siebtklässler des Josephinums mit selbst gebastelten Masken in die Fußgängerzone. Lion Teiwes als Fotograf hat seine Masken-Gruppe vor der Jakobikirche positioniert.  FOTOS: MORAS


Hildesheim
- Sehr, sehr schön“, lobt eine Frau den kleinen Trupp maskierter junger Menschen, die ihr Montag Vormittag in der Fußgängerzone entgegenkommen. Sie bleibt sogar stehen und fragt nach, wie die Masken entstanden sind. „Mit ganz viel Kleister und Papier nach Vorlage venezianischer Masken“, erklärt Gloria Fröbrich mit blitzenden Augen. Ihr Kunstwerk beeindruckt durch eine lange spitze Nase: „Der Schlaumeier Nano“, erklärt Kunstlehrerin Angelika Gehler, die für die Aktion verantwortlich ist. Dass Charlotte Hessing Klavier spielt, verdeutlichen die Noten auf ihrer Maske. Und Aurora Bolthausen hat Legosteine aufgeklebt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Immerhin ist Fasching und Rosenmontag, erklärt die zwölfjährige Karolin Pham lächelnd und weist auf die Mitschüler, die in ihren schwarzen Umhängen, Kapuzen und den bunten Masken perfekt nach Venedig passen. Kunstlehrerin Gehler hat sich die Aktion zum Schwerpunktthema Menschen und Inszenierung und Fotografie ausgedacht. Außerdem war Montag Methodentag, beschreibt sie die Vorgehensweise: „Die Schüler sollen lernen, selbstständig vorzugehen.“

Und so ziehen die Maskenträger schweigend voran, von Protokollantin und Fotograf begleitet. Sie sollen beobachten und aufschreiben, was ihnen auffällt. Außerdem müssen Fotos gemacht werden: inszenierte und spontane. Die Maskenträger wiederum sollen später einen inneren Monolog formulieren, wie es ihnen – unerkannt – ergangen ist. Diese Aufgaben soll jede Gruppe in einem kleinen Buch zusammenfassen, das Angelika Gehler zensiert.

Die anfangs zitierte freundliche Dame bleibt allerdings bei dieser Aktion die Ausnahme: „Alle schauen. Manche auch weg, wenn sie die Kamera sehen“, stellt Cora Schmelzer fest. Aber die jungen Performer sollen die Passanten nicht ansprechen. Also dirigiert Cora ihre Gruppe in Richtung Arneken-Galerie – nicht zuletzt, weil es drinnen wärmer ist. Aber dort ist die Jungengruppe gerade rausgeschickt worden: „Wir dürfen da nicht fotografieren“, zeigt sich Lion Teiwes enttäuscht.

Also zurück zur Jakobikirche, wo der Zwölfjährige seine Maskenträger für das inszenierte Foto in Position bringt. Kunstlehrerin Gehler weist ihre Schüler noch einmal auf den Handspiegel hin, den sie den Passanten nach dem Motto „Erkenne Dich selbst“ vorhalten sollen. „Den krieg ich aber nicht raus“, weist Aurora auf ihre eingeschnürte Hand. Angelika Gehler befreit sie und damit den Spiegel. Und der wandert flugs vor Auroras Gesicht. „Erstmal schauen, wie ich aussehe“, lacht sie.