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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

09. September 2009

"Kehrwieder" vom 30.0.2009: 1.000 Jahre aufgerollt: Josephiner für „Geistesblitz" ausgezeichnet

Gymnasiasten wollen Stoffband zwischen Dom und St. Michaelis spannen - Stifterverband fördert Projekt

vorbereitungstreffen




Vorbereitungstreffen des 13. Jahrgangs: Die Schüler planen das Projekt „1.000 Jahre aufgerollt".



(jan) Hildesheim. Das Gymnasium Josephinum ist vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im bundesweiten Wettbewerb „Geistesblitze" als eine von sechs niedersächsischen Schulen ausgezeichnet worden. Der Verband hatte dazu aufgerufen, sich auf die Spur von wichtigen Erfindungen, bedeutenden Wissenschaftlern oder außergewöhnlichen Produkten aus ihrer Region zu begeben, die den Alltag noch heute prägen. Das Josephinum überzeugte die Jury mit seinem Projekt „Michaelis 2010: 1.000 Jahre aufgerollt": Alle rund 1.000 Josephiner wollen im kommenden Jahr, in dem die Welterbe-Kirche St. Michaelis ihr 1.000-jähriges Bestehen feiert, vom Dom bis St. Michaelis ein knapp 640 Meter langes Stoffband spannen.

Auf diese Weise wollen sie die Zeit Bernwards und die Verbindung zwischen Dom, Domschule und St. Michaelis ins Bewusstsein rücken und symbolisch aufleben lassen. Wenn alles klappt, soll das Stoffband am 15. Januar, wenn auch Bundespräsident Horst Köhler St. Michaelis besucht, gespannt und wieder aufgerollt werden.

Vom Stifterverband bekommt das Gymnasium nun ein Preisgeld von 5.000 Euro, um die Idee verwirklichen zu können. Zum einen kostet die gut 90 Kilogramm schwere Stoffbahn rund 2.200 Euro, wie die Koordinatorin des Projekts, die Deutsch- und Kunstlehrerin Sabine Schreiner sagt, für Farbstifte müssen weitere 1.500 Euroeingeplant werden. Denn auf den 60 Zentimeter breiten Stoffstreifen sollen die bunten und vielfältigen Ergebnisse der verschiedenen Projektgruppen gemalt werden: Die Schüler beschäftigen sich in den kommenden Monaten mit der Vergangenheit des Doms, der Michaliskirche, mit der Reformation in Hildesheim und vielen anderen Themen rund um die Geschichte der beiden bedeutenden Hildesheimer Gotteshäuser.

27. August 2009

HAZ vom 26.08.2009: Eine Million Euro für das Josephinum

Keine Wärmedämmung, kein Schallschutz: Gymnasium saniert Trakt am Hückedahl / Bauarbeiten beginnen im Herbst

haunhorst und kesseler




Vorfreude bei Benno Haunhorst und Norbert Kesseler: Wenn die Betonfassade am Hückedahl erst gedämmt ist, spart die Schule beträchtliche Heizkosten. Foto: Hartmann

Hildesheim (hei). Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum wird für eine Million Euro den Trakt am Hückedahl sanieren. Das Gebäude hat derzeit keine Wärmedämmung - und der Lärm vorbeirasender Krankenwagen stört den Unterricht. Genau 522.900 Euro hat das Kultusministerium in Hannover jetzt bewilligt, das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket des Bundes. Auf eine Million stockt das Bistum die Summe auf. „Wir haben das lange vor uns hergeschoben, denn für uns allein war das nicht zu bewältigen", bekennt Norbert Kesseler, Leiter der Immobilienabteilung des Bistums. Das Geld fließt ausschließlich in den am Hückedahl gelegenen Trakt, etwa ein Viertel der gesamten Schulfläche am Domhof. Das Haus wurde in den 70er Jahren auf den Ruinen der 1945 zerbombten Lehrerwohnungen errichtet.
Doch die Betonwände sind nicht gedämmt. „Energetisch eine Katastrophe", graust sich Kesseler: Die Wärme wird direkt nach außen abgeleitet. Eine aufwendige Untersuchung durch Experten der TU Braunschweig hat im vergangenen Jahr das ganze Ausmaß der Energievergeudung offengelegt. „Das frisst uns auf Dauer auf", erklärt Schulleiter Benno Haunhorst, warum jetzt etwas geschehen muss. Die fehlende Dämmung ist jedoch nicht das einzige Problem. Das Holz der Fensterrahmen fault weg, im Musikraum drückt der Ostwind regelmäßig Wasser durch das Fenster.
Hinzu kommt der Lärm: Wenn ein Krankenwagen mit Martinshorn durch den Hückedahl rast, ist bei den Schülern alle Konzentration weg. „Generell wird der Verkehr durch das neue Ärztezentrum immer mehr", beobachtet der Schulleiter. Das Haus wird daher gänzlich neu umhüllt: Wärmedämmputz, wärmeisoliertes Glas und eine Dämmung im Dach halten dann die Wärme drinnen und den Lärm draußen.
Die Nachricht, dass Konjunkturpaketmittel in das Gymnasium fließen, überbrachte Hildesheims Landtagsabgeordneter Hartmut Möllring (CDU). Mittlerweile ist auch der offizielle Zuwendungsbescheid da. Von den Schulen des Bistums wird außer dem Josephinum nur noch eine Schule in Hannover gefördert. „Wir haben uns entschieden, das Geld zu konzentrieren, damit es sich auch lohnt", erklärt der Immobilienverantwortliche Kesseler. Im Herbst sollen die Arbeiten losgehen, Ende 2010 muss alles Geld verbaut sein. Die Schüler werden während der Bauzeit in andere Räume am Domhof und im Kolleggebäude umquartiert. Das sei aber kein Problem, sagt Schulleiter Haunhorst: „Wir haben genug Platz."








26. August 2009

HAZ vom 25.08.2009: Heisere Josephiner

la wm berlinHildesheim (wgk). Die zehnköpfige Gruppe von jungen Sportlern des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum ist mit ihrem Betreuungslehrer Heiko Wilcke von ihrem aufregenden Aufenthalt im Weltmeisterschaftscamp in Berlin zurückgekehrt. Highlights waren die Wettkämpfe der Leichtathleten im Olympiastadion. So bejubelten die Hildesheimer die Silbermedaillen der Kugelstoßerin Nadine Kleinert und der Siebenkämpferin Jennifer Oeser, die Goldmedaille von Speerwerferin Steffi Nerius und nicht zuletzt den 100m-Weltrekord durch Usain Bolt. Die Josephiner feuerten die Athleten derart an, dass zum Beispiel Jana Gieske am nächsten Tag vor Heiserkeit nur noch flüstern konnte.

Die fünf Mädchen und fünf Jungen des Josephinums zählten bei der Leichtathletik-WM zu den auserwählten 320 Schülern aus allen Bundesländern, die aufgrund ihrer sportlichen Leistungen beim Wettkampf „Jugend trainiert für Olympia" nach Berlin fahren, an einem Rahmenprogramm teilnehmen durften und sich gemeinsam mit dem Gymnasium Uslar als „Team Niedersachsen" um den so genannten WM-Schulcup sportlich betätigen mussten. Die Mädchen aus Niedersachsen belegten den fünften Rang, die Jungen waren nicht so gut drauf und wurden Zwölfte. Die beste Leistung der Gruppe zeigte der 13-jährige Niklas Wetjen, der über 1000 m einen vierten Platz in ausgezeichneten 3:08,2 Minuten belegte. Anabel Knabe gelang mit ihrer 50m-Zeit von 7,4 Sekunden der Sprung ins B-Finale. Lea Rössig verbesserte sich im Weitsprung auf 4,34m. In dieser Disziplin sah auch der erst elfjährige Niklas Hartmann gut aus, der sich in Berlin auf 4,24m steigerte. Marie Ohlms überquerte im Hochsprung 1,34m. Im Wettbewerb „Schnellste Socke" (30 Meter fliegend, also nicht vom Startblock, sprinten) lagen zwischenzeitlich Anabel Knabe und Niklas Wetjen an der Spitze des Teilnehmerfeldes.

Die Josephiner gingen während ihrer Besuche im Olympiastadion selbstverständlich auch auf Autogrammjagd und freuten sich über die Namenszüge beispielsweise des fünffachen Diskusweltmeisters Lars Riedel, Nadine Kleinert oder der Hürdenläuferin Carmen Nytra. Während des WM-Schulcups standen der frühere Olympiasieger im Zehnkampf, Christian Schenk, und 800m-Weltrekordler Wilson Kipketer für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Insgesamt durfte die Hildesheimer Gruppe mehrere Tage WM-Atmosphäre schnuppern. Sie genoss dies in vollen Zügen und kehrte mit vielen Eindrücken aus der Bundeshauptstadt in den Schulalltag zurück.

14. August 2009

HAZ vom 14.08.2009: „So wird Politik greifbar"

Josephiner diskutieren mit fünf Bundestags-Kandidaten aus dem Wahlkreis Hildesheim / Probe-Wahl mit Überraschungen

bundestagswahl podium
Josephiner diskutieren mit Kandidaten für die Bundestagswahl (von links): Michael Huffer, Bernhard Brinkmann, Anselm Derda, Jens Niemann, Sabrina Jördens, Eckart von Klaeden, Brigitte Pothmer und Dr. Bernd Fell. Foto: Hartmann

Hildesheim (jus). Am 27.September ist Bundestagswahl. Viele junge Wähler stehen dann zum ersten Mal an der Urne. Grund genug für den 13. Jahrgang des Josephinums, fünf der sieben Kandidaten für den Wahlkreis Hildesheim zu einer Podiumsdiskussion einzuladen.

Von Politikverdrossenheit ist unter den Oberstufenschülern des Josephinums an diesem Mittag wenig zu spüren. Knapp 150 Schüler sitzen still auf ihren Stühlen im Pausenraum der Schule und lauschen aufmerksam den Äußerungen von Eckart von Klaeden (CDU), Bernhard Brinkmann (SPD), Brigitte Pothmer (Die Grünen), Dr. Bernd Fell (FDP) und Michael Huffer (Die Linke).

„Die meisten von uns wählen zum ersten Mal und kennen die Kandidaten gar nicht", erklärt Schüler Anselm Derda. Das solle sich durch die Podiumsdiskussion ändern, ergänzt sein Mitschüler Jens Niemann. Die Gymnasiasten hatten mehrere Fragen zu den Bereichen Außen-, Energie- und Wirtschaftspolitik vorbereitet. In Zeiten der Wirtschaftskrise sorgte gerade Letzteres für Zündstoff - allen voran das Versprechen des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, bis zum Jahr 2020 Vollbeschäftigung zu erreichen. „Bei unserem Regierungsantritt gab es 5,4 Millionen Arbeitslose, jetzt im Sommer waren es noch 2,6 Millionen", stellt Bernhard Brinkmann fest. Dem widerspricht Michael Huffer: „Diese Zahlen sind doch geschönt - wir schätzen, dass es fünf Millionen Arbeitslose gibt", sagt der Kandidat der Linken.

Heftig diskutiert wird auch die Frage, ob Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollten. „Atomkraftwerke liefern etwa 30 Prozent unserer Energie - die können wir durch erneuerbare Energien problemlos ersetzen", macht Brigitte Pothmer deutlich. Der CDU-Politiker Eckart von Klaeden kann dem nicht zustimmen: „Solche Versprechen sind unseriös, als Übergangslösung ist Kernenergie unverzichtbar." Pothmer kontert: Es gehe ja auch nicht um einen sofortigen Ausstieg, sondern um einen geordneten Rückzug.

Zu guter Letzt darf das Thema „Wahlen" nicht fehlen. „Wie können Sie verhindern, dass Bürger ihre Stimme bei der Wahl verweigern?", wollen die Schüler wissen. „Wir müssen deutlich machen, dass Politik nicht nur von Berufspolitikern, sondern von jedem gemacht werden kann", antwortet Bernd Fell. Eine radikalere Idee liefert Michael Huffer: „Ich plädiere für ein Gesetz gegen Wählerbetrug: Wer vor der Wahl bewusst die Unwahrheit sagt, gehört nach der Wahl vor Gericht." Dafür erntet er lautes Gemurmel aus dem jungen Publikum. „Wie wollen Sie denn beweisen, dass jemand bewusst getäuscht hat?" ruft ein Schüler in den Raum. Eine konkrete Antwort darauf gibt Huffer nicht.

Eineinhalb Stunden später scheint das Interesse an Politik tatsächlich bei einigen Schülern geweckt worden zu sein. „Ich kam mit der Erwartung, dass das hier langweilig wird - und wurde dann überrascht", sagt der 18-jährige Lukas Schrader. „So wird Politik endlich einmal greifbar."


lukas schrader
Lukas Schrader, 18 Jahre, Hildesheim: Mein Bild hat sich komplett geändert. Ich dachte, das hier wird langweilig. Interessant fand ich, dass die Kandidaten der CDU, SPD und Grünen, die bereits im Bundestag sitzen, wesentlich souveräner als die anderen wirken. Ich gehe jetztauf jeden Fall zur Wahl.


sabrina jrdens
Sabrina Jördens, 18 Jahre, Wesseln: Ich wusste schon vorher, was ich am 27. September wählen werde. Dennoch finde ich solche Veranstaltungen gut, da ich zwar regelmäßig Zeitung lese, aber die Politiker ja nicht persönlich kenne - außer natürlich die Kommunalpolitiker aus meinem Heimatort. Fotos: Degirmenci



nikolai rex

Nikolai Rex, 18 Jahre, Hildesheim: Ich finde es gut, dass es solch eine Veranstaltung gibt. Viele aus unserem Jahrgang sagen, dass sie nicht wissen, was sie wählen sollen. Da hilft es natürlich schon, die Kandidaten mal persönlich zu erleben. Ansonsten kommt man ja nicht so nah an Politiker heran.

sina vietmeyer

Sina Vietmeyer, 18 Jahre, Heersum: Ich fand die Podiumsdiskussion interessant. Vorher hätte ich eher dazu tendiert, die FDP zu wählen, jetzt haben mich die Argumente von Eckart von Klaeden von der CDU aber mehr überzeugt. Es macht schon etwas aus, wenn man die Politiker so hautnah erleben kann.

moritz aschmoneit

Moritz Aschmoneit, 19 Jahre, Hildesheim: Meine Meinung ist durch die Diskussion bestätigt worden. Auf mich haben Bernhard Brinkmann und Eckart von Klaeden den souveränsten Eindruck gemacht. Die Politik braucht Denkanstöße von den kleineren Parteien, aber ich werde vermutlich die großen wählen.


CDU liegt bei den Schülern vorn


Hildesheim (jus). Der 13. Jahrgang des Josephinums hat bereits in einer Probeabstimmung gewählt - einmal vor und einmal nach der Podiumsdiskussion. Das Ergebnis überrascht: Beide Male landete die CDU ganz vorn. Vor der Gesprächsrunde stimmten nach Angaben der Schüler 43 Prozent der Schüler für die Partei, danach 41 Prozent. Die SPD konnte vor der Veranstaltung 14 Prozent, anschließend 16 Prozent der Stimmen verbuchen. Zugelegt haben auch die Grünen: von 21 auf 25 Prozent. Die FDP sank von 6 auf 5 Prozent der Stimmen. Größter Gewinner ist die Linke: Stimmten vor der Diskussion nur 2 Prozent der Schüler für die Partei, waren es im Anschluss 7 Prozent. Die sonstigen Parteien erhielten vorher 9, nachher 6 Prozent. Für den Wahlgang vor der Podiumsdiskussion gab es 125 gültige und sieben ungültige Stimmen, nach der Diskussion stimmten 142 Schüler ab.

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