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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

05. Mai 2019

HAZ online vom 7.05.2019: Diane Kruger - von Algermissen auf die große Leinwand

Diane Kruger HAZ     Diane Heidkrger im Josephinum    Diane Kruger Troja
Diane Kruger: 1992 in Asel, 2017 beim
Filmfestival in Cannes.
                                 Fotos: HAZ Archiv/dpa
   Diane Heidkrüger (vordere Reihe, zweite
 von links) mit ihrer Klasse 7a
 im Josephinum.
    Diane Kruger an der Seite des
  Schauspielers Orlando Bloom -
  eine Filmszene aus "Troja".

Die ehemalige Josephinerin Diane Heidkrüger hat Karriere in Hollywood gemacht

Das Lächeln wie aus der Zahnpasta-Werbung, den Gürtel auf der Taille, den Jägerzaun als Stütze - als Diane Kruger 1992 im heimischen Garten Besuch vom HAZ-Reporter bekam, war die bevorstehende Karriere kaum zu erahnen. Doch die stand unmittelbar bevor. Ein erster Platz beim Model-Wettbewerb  katapultierte sie ins Finale nach New York. Ein paar Umwege hat Kruger auf dem Weg auf die Kinoleinwand genommen, aber sie hat es geschafft. 

Ihre Karriere beginnt die heute 40-Jährige als Diane Heidkrüger aus Algermissen unter anderem in der Hildesheimer Ballettschule Freese-Baus. Inhaberin Gertrud Baus erinnert sich noch Jahre später im Jahr 2004 an die Strahlkraft der jungen Diane, mit der sie das Publikum schon damals für sich einnahm. "Die Dritte von links ist aber süß", soll einer der Gäste gesagt haben. Kurzerhand bekommt Diane einen ihrer ersten Modeljobs: Die Ballettschule wirbt mit ihrem Gesicht in der Fußgängerzone auf einem Plakat, unterschrieben mit:"Dianes Traum vom Spitzentanz". Der Traum geht dann doch in eine andere Richtung, auch weil ihr der Ballett-Olymp durch eine Verletzung verwehrt bleibt.

Vorerst hieß es also weiterhin Algermissen. Von dort zieht die Familie 1990 nach Asel, noch heute wohnt ihre Mutter im Landkreis. Nach der Grundschule in Algermissen besucht Kruger das Josephinum in Hildesheim. In der elften Klasse ist allerdings Schluss mit Pauken.
Als Sprungbrett in die weite Welt dienen Kruger Willenskraft und ihr Aussehen. Mit 16 Jahren gewinnt sie einen Modelwettbewerb - unter 10 000 Konkurrentinnen wird sie von der Frauenzeitschrift "Für Sie" zur Schönsten erkoren. Als sie 17 Jahre alt ist, zieht Diane Kruger als "Gesicht des Jahres" zunächst nach Paris und beginnt ihre internationale Modelkarriere. Sie wird unter anderem das Gesicht für die Werbekampagne des Armani-Parfüms "Aqua di Gio". Im September 2001 heiratet sie den französischen Schauspieler Guillaume Canet, bekannt aus dem Kinofilm "The Beach".

In Frankreich beginnt Diane Kruger dann auch ihre Schauspielkarriere: Für "The Piano Player" steht sie mit Christopher Lambert vor der Kamera. Doch sie will mehr: Den internationalen Ruhm hat sie immer im Blick. Für den gilt es einen fruchtbaren Boden zu bereiten. Erst lässt sie das "Heid" im Nachnamen weg, schließlich wurde aus dem 'Ü' ein 'U'. Sie heißt nun Kruger - für Amerikaner ist das einfacher auszusprechen.

Als im Sommer 2003 bekannt wird, dass Wolfgang Petersen die junge Algermissenerin unter hunderten von Bewerberinnen für die Rolle der Helena im Hollywood-Spektakel "Troja" ausgesucht hatte, berichtete die HAZ bereits über den bevorstehenden internationalen Durchbruch als Schauspielerin. "Ich habe nicht geglaubt, dass ich wirklich eine Chance hatte. Aber ich wäre ja blöd gewesen, es nicht zu versuchen", sagte sie damals bei der Weltpremiere des Films in Berlin im HAZ-Interview.
Kruger steht nun im Rampenlicht. In den kommenden Jahren folgen unter anderem Auftritte in "Das Vermächtnis der Tempelritter", "Barfuß auf Nacktschnecken" und "Inglourious Basterds". Für ihre Rolle in "Aus dem Nichts" von Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand", "Soul Kitchen","Tschick") kehrt Kruger im Jahr 2017 zurück zu ihren Wurzeln. Es ist ihre erste rein deutschsprachige Rolle, die sie so überzeugend ausfüllte, dass die Jury in Cannes ihr den Preis für die beste Hauptdarstellerin verleiht. Auch bei den Golden Globes räumte das Duo Kruger/Akin ab - den Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film. 

Diane Heidkrüger - ein Hollywoodstars aus Algermissen. Die Verbindung zur deutschen Heimat hat Kruger übrigens nie ganz verloren, zumal die Verwandtschaft noch im Landkreis lebt. Auf Instagram verleiht sie ihrer Verbundenheit gerne Ausdruck. Zum Vatertag postet sie ein Foto, auf dem sie mit ihrem Großvater tanzt. Dazu schreibt sie auf Englisch: "Du bist der beste Ersatzvater, den ich mir je hätte wünschen können." Auch ihrer Mutter sendet sie öffentlich Grüße zu Mutter- und Geburtstag.

10. April 2019

HAZ vom 4.04.2019: Jugend forscht: Josephiner auf dem Weg zum Finale

JUFO Weismann und Partner

Mohamad Al Farhan (rechts) und Till Felix Weismann rechnen sich im Physikraum des Josephinums durch
Sternendichte und Entfernungen. / Foto: Christian Harborth

 

Veröffentlicht von CHRISTIAN HARBORTH

Hildesheim - Diese beiden jungen Männer wirken nicht gerade so, als wenn sie mit Blick auf Chemnitz kalte Füße bekämen. Dabei treten Mohamad Al Farhan und Till Felix Weismann ab dem 16. Mai in Sachsen in der diesjährigen Endrunde von „Jugend forscht“, Deutschlands bekanntestem naturwissenschaftlichen Nachwuchswettbewerb, an.
Ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der hellen Schildwolke, auch Scutum-Wolke genannt, im nördlichen Bereich der Milchstraße hat sie in Windeseile durch den regionalen und auch den Landeswettbewerb geführt. Jetzt reisen die beiden Schüler des Josephinums mit ihrer Arbeit im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften zum Bundesentscheid. Dort treten noch einmal die besten 200, der anfangs 12 000 Teilnehmer gegeneinander an. Am 19. Mai sollen die Sieger benannt werden.
Bei der Siegerehrung des Landeswettbewerbs konnten sich der 20-jährige Al Farhan, der erst vor drei Jahren aus Syrien nach Deutschland kam, und sein 16-jähriger Mitschüler sogar über einen Sonderpreis freuen. Kultusminister Grant Hendrick Tonne ehrte die beiden während der Preisübergabe für „besondere Kreativität“. Dass das Schülerduo in dieser Hinsicht „Herausragendes“ geleistet habe, bestätigt auch Betreuer Arndt Latußeck. „Ich war selbst erstaunt, was die beiden alles aus dem Thema rausgeholt haben.“

Millionen Stern – 6000 Lichtjahre entfernt

Für astronomisch nicht vorgebildete Menschen sind die Forschungen der beiden kaum nachvollziehbar. Im Kern geht es um 6000 Lichtjahre entfernte Sterne, die heller als ihre Umgebung strahlen. Ihr Licht braucht also 6000 Jahre, um auf die Erde zu treffen. „In der Wolke befinden sich viele Millionen Sterne, jeder einzelne hat einen Durchmesser von bis zu zwei Millionen Kilometer“, erklärt Latußeck. Zum Vergleich: Die Sonne hat einen Durchmesser von rund 1,4 Millionen Kilometer. Die Größenordnung kann Menschen schwindelig machen. Nicht so die beiden Gymnasiasten. Ein Großteil der Arbeit spielte sich ohnehin mit dem Computer ab. Weil man bei derartigen Mengen nicht mehr zählt, sondern rechnet.
In Gedanken können die beiden Gymnasiasten im Moment trotzdem noch nicht beim Wettbewerb in Chemnitz sein. Beide stecken mitten im Abitur. Ihre Leistungsfächer sind identisch: Mathe, Physik und Chemie. Und auch bei der Frage, was nach dem Abi kommt, gibt es erhebliche Überschneidungen: Beide wollen zum Studieren nach Göttingen gehen und nach dem Abschluss möglichst in die Forschung. Al Farhan hofft auf einen Platz im Fach Physik, Weismann würde gern Mathematik studieren.
Zum Wettbewerb nach Chemnitz reisen die beiden ohne Betreuer Latußeck. „Betreuer dürfen nicht dabei sein“, sagt der Lehrer. Die Daumen drückt er trotzdem. Al Farhan und Weismann seien Talente, die den Gesamtsieg verdient hätten.

04. April 2019

Kirchenzeitung vom 7.04.2019: Die Kunst der Nüchternheit

Benediktinerpater Dr. Mauritius Wilde stellt in seiner Heimatstadt Hildesheim sein neues Buch vor. Der Autor mehrerer Bücher leitet Exerzitien und hält Vorträge in Europa und den USA.


VON PETER LANGE

Pater Mauritius WildeSeit 2016 ist Pater Mauritius Prior der Benediktinerabtei Sant’Anselmo in Rom und damit einer der wichtigsten Vertreter des Ordens. Der ehemalige Schüler des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum in Hildesheim ist inzwischen auch ein weltweit bekannter Buchautor. Jetzt sprach er in seiner ehemaligen Schule über sein neues Buch „Nüchternheit – Die Kunst sich ein achtsames Herz zu bewahren“.
Wie ist der Benediktiner-Mönch auf das Thema des Buches gestoßen? „Ich konnte die Nachrichten nicht mehr ertragen, diese permanente Aufgeregtheit“, erklärte er bei seinem Vortrag. Das habe ihn befremdet und zur Frage geführt, ob man die Dinge nicht etwas nüchterner betrachten könnte. Ein auf den ersten Blick etwas verstaubter Begriff, der aber in der Geschichte der christlichen Spiritualität eine wichtige Rolle spiele.
In dem Buch lädt der ehemalige Verlagsleiter seines Heimatklosters Münsterschwarzach dazu ein, die Tugend der Nüchternheit neu zu entdecken. Er beleuchtet unterschiedliche Facetten und zeigt die spirituelle und praktische Bedeutung für die heutige Zeit auf. „Sie ist mehr als ein leerer Magen“, sagte er in Bezug auf die Fastenzeit, „sie hat einen guten Geschmack.“ Einfaches Wasser sei köstlich und wenn man auf die Geräuschkulisse von Radio und Fernsehen mal verzichte, erkenne man die Schönheit der Stille.
Die wichtige Frage sei: „Was brauche ich eigentlich und was dient mir nur als Ersatz für meine wirklichen Bedürfnisse?“ Die Antwort führe zu größerer Achtsamkeit und einem erfüllteren Leben. Dies könne gar in eine „nüchterne Trunkenheit“ münden, einen Zustand der positiven Berauschtheit durch Reduzierung auf das Wesentliche. „Wenn man das einmal erlebt hat, kann man gar nicht mehr genug davon bekommen“, sagte der Benediktiner mit sichtlicher Begeisterung.

Das Buch „Nüchternheit - Die Kunst sich ein achtsames Herz zu bewahren“ ist im Vier-Türme-Verlag erschienen und kostet 18 Euro (144 Seiten, ISBN 978-3-7365-0159-1).

 

 

 ZUR PERSON
 Mauritius Wilde

 Pater Mauritius Wilde OSB (Ordo Sancti Benedicti) trat mit 19 Jahren in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach ein und studierte
 Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Von 1999 bis 2010 war er Leiter des Vier-Türme-Verlags. Sein Weg führte
 ihn schließlich in die US-amerikanische Niederlassung des Klosters Münsterschwarzach in Schuyler, Nebraska. Seit 2016 hält er das
 Amt des Priors in der Primatialabtei Sant’Anselmo, Rom inne. Er veröffentlich regelmäßig spirituelle Impulse (in englischer Sprache)
 auf seinem Blog:  wildemonk.net (kiz)

02. April 2019

HAZ vom 2.4.2019: April, April

 Sie haben einst das Josephinum oder die Marienschule besucht und sich gefreut, dass der geheime Tunnel endlich gefunden ist?
 Das ist schön, schließlich geisterte das Gerücht tatsächlich viele Jahrzehnte durch Hildesheim. Trotzdem müssen Sie jetzt tapfer
 sein: Das Gerücht wird zunächst eines bleiben. Denn den angeblichen Fund hat es nicht  gegeben. Der Bericht darüber in
 unserer gestrigen Ausgabe war ein Aprilscherz. Geplante Straßensperrungen inklusive. Der Oberbürgermeister und die beiden
 Schulleiter haben eine ordentliche Portion Humor bewiesen und
kräftig mitfabuliert. Wobei: Weite Teile der Geschichte sind gar
 nicht der Fantasie entsprungen. Über die mögliche Existenz des Tunnels haben tatsächlich Generationen von Schülern gebrütet.
 Ein Mädchen der Marienschule
hat sich auch in Archive begeben, um Gängen zwischen Domhof und Brühl nachzuspüren. Und
 vor 150 Jahren gab es Anweisungen für die Schüler, damit keine unsittlichen Begegnungen auf der Straße möglich waren.
 Insofern: Die Möglichkeit, dass der Gang existiert, bleibt erhalten. Bitte üben Sie sich einfach noch ein wenig in Geduld!
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